Trump: Macron will bei Öffnung der Straße von Hormus helfen
US-Präsident Trump setzt auf eine internationale Koalition zur Sicherung der strategisch wichtigen Meerenge.

US-Präsident Donald Trump hat am Montag erklärt, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron bereit sei, bei der Freigabe der Straße von Hormus mitzuwirken. Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus bestätigte Trump, er habe am Sonntag mit Macron telefoniert und dabei Unterstützung erhalten. Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt – rund 20 Prozent des globalen Ölhandels passieren diese Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman.
Trump kündigte an, Außenminister Marco Rubio werde in Kürze die Namen aller Länder bekanntgeben, die sich der US-geführten Koalition anschließen wollen. Der US-Präsident argumentiert, die Sicherheit der Meerenge für Tanker liege im Interesse aller Nationen, die auf freien Seehandel angewiesen sind. Damit richtet sich sein Appell vor allem an Länder mit großem Energiebedarf und starker Importabhängigkeit.
Kritik an Großbritannien
Deutliche Worte fand Trump für Großbritannien: Er zeigte sich überrascht über die erste Reaktion Londons und erklärte, er sei mit der britischen Haltung nicht zufrieden. Gleichzeitig ließ er die Tür offen und äußerte die Erwartung, dass sich das Vereinigte Königreich letztlich doch noch der Koalition anschließen könnte. Die britische Zurückhaltung dürfte die transatlantischen Beziehungen weiter belasten.
Für europäische und deutsche Anleger ist die Entwicklung rund um die Straße von Hormus von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung. Eine Blockade oder Destabilisierung der Route hätte unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte und damit auf Rohöl- und Gaspreise. Investoren beobachten die Lage deshalb mit großer Aufmerksamkeit.
