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Golf-Krise: Iranische Angriffe auf Schiffe bedrohen Welthandel

Seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran wurden zahlreiche Handelsschiffe in der Straße von Hormus und dem Persischen Golf attackiert.

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Golf-Krise: Iranische Angriffe auf Schiffe bedrohen Welthandel

Seit dem 28. Februar 2025 hat sich die Lage im Persischen Golf dramatisch verschärft. Der US-israelische Krieg gegen den Iran bedroht eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt – die Straße von Hormus, durch die normalerweise rund ein Fünftel des globalen Erdöl- und Flüssiggastransports fließt. Die iranischen Revolutionsgarden haben offen gewarnt, jedes passierende Schiff ins Visier zu nehmen.

Die Angriffe treffen Tanker, Frachter und Containerschiffe aus aller Welt. Zwei Besatzungsmitglieder kamen bislang ums Leben: Ein Seemann an Bord des Rohöltankers MKD VYOM vor der omanischen Küste sowie ein weiteres Besatzungsmitglied, dessen Leiche nach dem Angriff auf die Treibstofftanker Safesea Vishnu und Zefyros aus dem Wasser geborgen wurde.

Die wichtigsten Angriffe im Überblick

Der unter US-Flagge fahrende Produkttanker Stena Imperative wurde im Hafen von Bahrain von zwei Projektilen getroffen, was einen Brand und die Evakuierung der Besatzung auslöste. Das Containerschiff Safeen Prestige (Malta) erlitt bei einem Angriff in der Meerenge einen Maschinenraumbrand – die Besatzung musste das Schiff verlassen. Der Rohöltanker Sonangol Namibe wurde nahe dem irakischen Hafen Khor al Zubair durch ein ferngesteuertes iranisches Sprengstoffboot angegriffen.

Folgende Schiffe wurden seit dem 28. Februar attackiert:

  • MKD VYOM (Marshallinseln) – 1 Toter, vor Maskat/Oman
  • Hercules Star (Gibraltar) – Brand gelöscht, nahe Ras Al Khaimah/VAE
  • Skylight (Palau) – Besatzung evakuiert, Straße von Hormus
  • Stena Imperative (USA) – Brand, Hafen Bahrain
  • Libra Trader & Gold Oak – leichte Schäden, vor Fudschaira/VAE
  • Safeen Prestige (Malta) – Maschinenraumbrand, Straße von Hormus
  • Sonangol Namibe – Explosion, Khor al Zubair/Irak
  • Mayuree Naree (Thailand) – Brand, Besatzung evakuiert, Straße von Hormus
  • One Majesty (Japan) – leichte Schäden, nahe Ras Al Khaimah
  • Star Gwyneth (Marshallinseln) – Rumpfschaden, nahe Dubai
  • Safesea Vishnu & Zefyros – Angriffe nahe Irak, 1 Toter
  • Gas Al Ahmadiah (Kuwait) – leichte Strukturschäden, nahe Fudschaira

Folgen für den globalen Ölhandel

Die Angriffe haben bereits konkrete wirtschaftliche Konsequenzen. Die irakischen Ölhäfen stellten nach den Attacken auf Safesea Vishnu und Zefyros ihren Betrieb vollständig ein. Das maritime Sicherheitszentrum des Oman sowie die britische UKMTO (United Kingdom Maritime Trade Operations) koordinieren die Lageberichte und warnen Schifffahrtsunternehmen aktiv.

Für deutsche Importeure und Energieversorger ist die Situation besonders relevant: Deutschland bezieht einen erheblichen Teil seiner Flüssiggasimporte über Routen, die durch den Persischen Golf führen. Steigende Versicherungsprämien und Umwegfahrten um das Kap der Guten Hoffnung könnten die Energiepreise weiter unter Druck setzen.

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