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Rio Tinto sichert sich Milliarden-Deal für Lithium

Übernahme von Arcadium stärkt globale Position im Energiemarkt und Elektrofahrzeugsektor

2 Min
Rio Tinto sichert sich Milliarden-Deal für Lithium

Rio Tinto hat angekündigt, das US-amerikanische Unternehmen Arcadium Lithium für 6,7 Milliarden Dollar zu übernehmen. Dieser Kauf wird Rio Tinto zu einem der weltweit größten Produzenten von Lithium machen, einem Metall, das für Elektrofahrzeuge und mobile Geräte von zentraler Bedeutung ist. Das Unternehmen zahlt 5,85 Dollar pro Aktie in bar, was einem Aufschlag von fast 90 % auf den Schlusskurs von Arcadium vom 3. Oktober entspricht, bevor über den möglichen Deal berichtet wurde. Rio Tinto, der größte Produzent von Eisenerz, wandelt sich zu einem führenden Anbieter von Rohstoffen, die für die Energiewende notwendig sind.

Die Übernahme gewährt Rio Tinto Zugang zu Lithiumminen und Verarbeitungsanlagen in Ländern wie Argentinien, Australien, Kanada und den USA. Diese Ressourcen sollen das Wachstum des Unternehmens für Jahrzehnte sichern. Zudem zählen Automobilhersteller wie Tesla, BMW und General Motors zu Arcadiums Kundenstamm. Die fallenden Lithiumpreise, die durch ein Überangebot in China und eine verlangsamte Nachfrage nach Elektrofahrzeugen bedingt sind, haben Arcadium zu einem attraktiven Übernahmeziel gemacht. Der CEO von Rio Tinto, Jakob Stausholm, erklärte, dass der Preisverfall als Chance genutzt wurde, um hochwertige Vermögenswerte zu einem günstigen Zeitpunkt zu erwerben.

Der Deal wurde von den Vorständen beider Unternehmen einstimmig genehmigt und soll Mitte 2025 abgeschlossen werden. Arcadium-Vorsitzender Peter Coleman hob hervor, dass Rio Tinto über die notwendigen finanziellen Mittel verfügt, um Arcadiums Wachstumspläne umzusetzen. Arcadiums bestehende Lithiumminen, große Rohstoffvorkommen und fortschrittliche Verarbeitungsanlagen passen gut zu Rio Tintos bestehendem Portfolio an Kupfer, Eisenerz und anderen wichtigen Mineralien.

Analysten und Investoren sehen die Übernahme positiv. Jason Beddow, Geschäftsführer des australischen Fondsmanagers Argo Investments, der Anteile an Rio hält, sagte, der Deal mache Sinn, da die Aktien von Arcadium stark gefallen seien. Beide Unternehmen nutzen zudem Wasserkraft aus Quebec, und Rio Tinto kann seine Chemieproduktion in Kanada durch diese Akquisition stärken. Die Transaktion verlief reibungsloser als die jüngsten Übernahmeversuche einiger Konkurrenten, wie etwa der gescheiterte 49-Milliarden-Dollar-Deal von BHP Group mit Anglo American.

LithiumRio TintoÜbernahmeElektrofahrzeugeBatterienEnergie

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