Rekordhoch bei Chinas Kohleimporten im September
Rückgang der internationalen Preise und erhöhte Stromnachfrage treiben Importe an

Chinas Kohleimporte erreichten im September ein monatliches Rekordhoch, wie aus den am Montag veröffentlichten Daten der chinesischen Zollbehörde hervorgeht. Die Importe beliefen sich auf 47,59 Millionen Tonnen, was einem Anstieg von 13 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Der Anstieg der Importe fiel mit einem Rückgang der internationalen Kohlepreise zusammen, was importierte Kohle im Vergleich zur inländischen Produktion wettbewerbsfähiger machte.
Die Preise für Newcastle-Kohle, ein asiatischer Referenzwert, sanken im September auf bis zu 136,46 US-Dollar pro Tonne am 23. September. Dies stellt einen Rückgang von 7 % im Vergleich zum Höchststand im August dar, der bei 147,13 US-Dollar pro Tonne lag. Der Preisverfall trug dazu bei, dass importierte Kohle für den chinesischen Markt attraktiver wurde.
Gleichzeitig stieg die Stromerzeugung aus Kohle in China im August wieder an, nachdem Hitzewellen zu einem erhöhten Strombedarf führten und die Produktion von Wasserkraftwerken zurückging. Diese Entwicklung trug zur verstärkten Nutzung von Kohle bei. Auch die Nachfrage aus der chemischen Industrie unterstützt laut Analysten den vermehrten Kohleverbrauch in China.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2024 beliefen sich Chinas Kohleimporte auf insgesamt 3,89 Milliarden Tonnen, was einem Anstieg von 11,9 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Dies zeigt eine fortgesetzte starke Nachfrage nach Kohle in China, sowohl für die Stromerzeugung als auch für industrielle Zwecke. Der Rückgang der internationalen Kohlepreise dürfte weiterhin eine Rolle bei der Steigerung der Importe spielen.
