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OPEC+ berät über Fortsetzung der Ölproduktionskürzungen

Aserbaidschan plant stabile Förderung und steigert Anteil erneuerbarer Energien

2 Min
OPEC+ berät über Fortsetzung der Ölproduktionskürzungen

Die OPEC+ könnte bei ihrem nächsten Treffen am 1. Dezember darüber beraten, die derzeitigen Kürzungen der Ölproduktion beizubehalten. Dies erklärte Aserbaidschans Energieminister Parviz Shahbazov in einem Gespräch mit Reuters. Das Bündnis, zu dem die Organisation erdölexportierender Länder und Verbündete wie Russland gehören, hatte bereits in diesem Jahr beschlossen, geplante Produktionssteigerungen aufgrund fallender Preise und einer schwachen Nachfrage zu verschieben. Quellen aus der OPEC+ bestätigten, dass eine erneute Verschiebung der Produktionserhöhungen auf der Agenda stehen könnte, da die globale Ölnachfrage weiterhin schwach ist.

Aserbaidschan, ein Mitglied der OPEC+, verzeichnet seit dem Produktionshöhepunkt im Jahr 2010 einen Rückgang seiner Ölförderung. Die Erdölfelder des Azeri-Chirag-Gunashli-Komplexes, betrieben von BP, erreichten damals ein Maximum von 50 Millionen Tonnen pro Jahr. Für 2024 und 2025 wird die Ölförderung auf etwa 29 Millionen Tonnen pro Jahr geschätzt, was einer täglichen Produktion von 580.000 Barrel entspricht. Shahbazov erklärte, das Land plane, die Produktion bis 2030 stabil zu halten.

Auch im Bereich Gasexporte liefert Aserbaidschan bedeutsame Beiträge nach Europa. Für die Jahre 2024 und 2025 wird ein jährlicher Export von 12,5 Milliarden Kubikmetern Gas erwartet. Insgesamt rechnet das Land für das laufende Jahr mit einer Gasproduktion von 50 Milliarden Kubikmetern, von denen etwa die Hälfte exportiert wird. Shahbazov geht davon aus, dass die Gasproduktion im kommenden Jahr leicht ansteigen wird, während die Exporte auf einem stabilen Niveau bleiben sollen.

In Bezug auf die Zusammenarbeit mit der Europäischen Union und der Ukraine äußerte sich Shahbazov zurückhaltend. Beide hätten Aserbaidschan gebeten, Gespräche mit Russland über den Gastransit durch die Ukraine zu unterstützen. Er zeigte sich jedoch skeptisch gegenüber dem Erfolg solcher Verhandlungen. Das aktuelle Abkommen zwischen Moskau und Kiew über den russischen Gasexport nach Europa läuft Ende des Jahres aus, und die Ukraine hat angekündigt, es nicht verlängern zu wollen.

Im Rahmen der COP-29-Klimakonferenz in Baku erläuterte der Energieminister auch Fortschritte im Bereich erneuerbarer Energien. Der Anteil der grünen Stromerzeugung in Aserbaidschan soll bis 2027 auf 33 Prozent steigen, verglichen mit rund 20 Prozent heute. Dieses Ziel unterstreicht die Bemühungen des Landes, die Energiewende voranzutreiben, während fossile Brennstoffe weiterhin eine zentrale Rolle spielen.

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