Neustart für Japans größtes Kernkraftwerk
TEPCO beantragt Betriebsgenehmigung, lokale Zustimmung ausstehend

Die Tokyo Electric Power Co (TEPCO), Betreiberin des Kashiwazaki-Kariwa Kernkraftwerks, hat bei der zuständigen Regulierungsbehörde einen Antrag auf Genehmigung zur Beladung des Reaktors Nr. 7 mit Kernbrennstoff ab dem 15. April gestellt. Dieser Schritt ist Teil der Bemühungen, das größte Kernkraftwerk der Welt wieder in Betrieb zu nehmen, das seit 2012 stillsteht. Der Stillstand folgte auf einen Unfall in einem anderen TEPCO-Kraftwerk in Fukushima im Jahr 2011, der zur Schließung aller Kernkraftwerke in Japan führte.
Im Dezember hob die japanische Atomenergiebehörde das Betriebsverbot für das Kashiwazaki-Kariwa Kraftwerk auf. TEPCO setzt auf die Wiederinbetriebnahme seiner einzigen betriebsfähigen Kernkraftanlage, um die Betriebskosten zu senken. Für eine Wiederaufnahme des Betriebs ist jedoch auch die Zustimmung der Präfektur Niigata erforderlich, in der sich die Anlage befindet. Der Gouverneur der Präfektur äußerte sich letzte Woche dahingehend, dass weitere Gespräche über einen möglichen Neustart notwendig seien, was darauf hindeutet, dass eine schnelle Wiederaufnahme des Betriebs möglicherweise nicht erfolgen wird.
Die Nachricht von dem Genehmigungsantrag führte zu einem Anstieg der TEPCO-Aktien um 6% im frühen Handel, obwohl die Gewinne später auf 4,1% zurückgingen. Im Gegensatz dazu fiel der Nikkei-Index um 1,2%.
Diese Entwicklungen sind Teil eines breiteren Kontextes der Energiepolitik und -sicherheit in Japan, das nach dem Unfall in Fukushima im Jahr 2011 seine Abhängigkeit von Kernenergie überdacht hat. Die Wiederinbetriebnahme von Kernkraftwerken wird in Japan kontrovers diskutiert, wobei Sicherheitsbedenken und die Erinnerungen an die Katastrophe von Fukushima eine zentrale Rolle spielen. Gleichzeitig steht das Land vor der Herausforderung, seine Energieversorgung zu diversifizieren und die Betriebskosten für Energieunternehmen zu senken.
