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Israelischer Angriff auf Baalbek: Mindestens vier Tote im Libanon

Ein Luftangriff auf ein Wohngebäude im ostlibanesischen Baalbek fordert Todesopfer und verschärft die regionale Eskalation.

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Israelischer Angriff auf Baalbek: Mindestens vier Tote im Libanon

Ein israelischer Luftangriff auf ein vierstöckiges Wohngebäude in der ostlibanesischen Stadt Baalbek hat am Mittwoch mindestens vier Menschen das Leben gekostet. Sechs weitere Personen wurden verletzt. Rettungsteams arbeiteten nach Angaben der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA daran, eingeschlossene Familien aus den Trümmern zu befreien.

Der Angriff auf Baalbek ist Teil einer massiven Eskalation entlang der libanesisch-israelischen Grenze, die seit Montag anhält. Auslöser waren Drohnen- und Raketenangriffe der Hisbollah auf israelisches Territorium. Die vom Iran unterstützte schiitische Miliz reagierte damit auf die Tötung des obersten iranischen Führers bei gemeinsamen Militäroperationen Israels und der USA.

Wellen von Luftangriffen im gesamten Libanon

Israel antwortete mit massiven Luftangriffen im gesamten Libanon und entsandte Truppen in den Süden des Landes. NNA meldete am frühen Mittwoch zudem Angriffe auf ein Hotel sowie eine Wohnung im Osten des Libanon. Das israelische Militär warnte die Bewohner von 16 libanesischen Dörfern zur sofortigen Evakuierung.

Das israelische Militär erklärte, die Aktivitäten der Hisbollah zwängen es zum Handeln. Es warnte ausdrücklich, dass jeder, der sich in der Nähe von Hisbollah-Kämpfern, Einrichtungen oder Waffen aufhalte, sein Leben riskiere. Die Hisbollah ihrerseits bestätigte, eine Raketensalve auf israelische Streitkräfte nahe Metula an der Grenze abgefeuert zu haben – als Reaktion auf israelische Angriffe auf Dutzende libanesische Städte und Gemeinden, darunter die südlichen Vororte von Beirut.

Bilanz: Mindestens 50 Tote seit Beginn der Eskalation

Das libanesische Gesundheitsministerium zog am Dienstag eine erste Bilanz der jüngsten Gewalt: Seit Beginn der Eskalation wurden mindestens 50 Menschen getötet und 335 weitere verletzt. Die Hisbollah wurde 1982 von den iranischen Revolutionsgarden gegründet und gilt als eine der schlagkräftigsten nichtstaatlichen Milizen im Nahen Osten.

Die Lage im Libanon bleibt äußerst angespannt. Internationale Beobachter und westliche Regierungen verfolgen die Entwicklungen mit wachsender Sorge, da eine weitere Eskalation die gesamte Region destabilisieren könnte.

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