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Russlands Haushalt leidet trotz steigender Ölpreise massiv

Sanktionen und hohe Kriegskosten belasten Moskaus Staatsfinanzen – ein Ölpreisanstieg von 50 Prozent wäre nötig.

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Russlands Bundeshaushalt gerät zunehmend unter Druck. Trotz eines Anstiegs der globalen Rohölpreise auf über 83 US-Dollar pro Barrel am Dienstag reichen die tatsächlichen Einnahmen Moskaus bei weitem nicht aus, um das geplante Haushaltsniveau zu erreichen. Öl- und Gaseinnahmen machen fast ein Viertel der russischen Staatseinnahmen aus – ein Rückgang in diesem Bereich trifft den Staatshaushalt daher unmittelbar.

Der entscheidende Faktor ist der erhebliche Preisabschlag, mit dem russisches Öl gehandelt wird. Im Februar lag dieser Abschlag gegenüber der internationalen Referenzsorte Brent laut Reuters-Berechnungen im Durchschnitt bei 26,50 US-Dollar pro Barrel. Ursache sind die westlichen Sanktionen infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, der im Februar 2022 begann.

Die Europäische Union verschärfte den Druck zusätzlich: Seit dem 1. Februar gilt eine abgesenkte Preisobergrenze von 44,10 US-Dollar pro Barrel für russisches Öl, mit dem Ziel, Moskaus Einnahmen gezielt zu begrenzen. Diese Maßnahme engt den finanziellen Spielraum des Kremls weiter ein.

Enormer Anpassungsbedarf für Russlands Haushaltsziele

Nach Reuters-Berechnungen müsste der Preis des russischen Urals-Ölkorbs um mehr als 50 Prozent gegenüber dem Stand vom 2. März steigen – von 3.582 Rubel (46,13 US-Dollar) pro Barrel auf 5.440 Rubel. Genau diesen Wert hat Russland seinem Haushalt für 2026 zugrunde gelegt, zusammen mit einem Wechselkurs von 92,20 Rubel je US-Dollar.

Alternativ müsste der Rubel bei stabilen Ölpreisen von rund 77,65 auf 117,50 Rubel je Dollar abwerten, um die Haushaltslücke zu schließen. Beide Szenarien erscheinen angesichts der aktuellen Marktlage und der anhaltenden Sanktionen unrealistisch.

Zusätzlich belasten enorme Verteidigungs- und Sicherheitsausgaben seit Beginn des Krieges die russische Staatskasse. Diese Ausgaben haben die Reserven des Landes erheblich aufgezehrt und lassen kaum Spielraum für haushaltspolitische Manöver. Für Anleger, die Rohstoffmärkte und geopolitische Risiken im Blick behalten, verdeutlicht die Situation, wie stark politische Faktoren die Ölpreisentwicklung und die Stabilität von Ressourcenstaaten beeinflussen können.

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