Indonesien plant höhere LPG-Produktion zur Importreduzierung
Regierung setzt auf faire Preise und neue Gasquellen zur Selbstversorgung

Indonesien plant, die Produktion von verflüssigtem Erdgas (LPG) um rund eine Million Tonnen pro Jahr zu erhöhen, um die Importe des Kochgases zu verringern. Dies erklärte der Leiter der nationalen Aufsichtsbehörde für die Öl- und Gasförderung am Dienstag. Der neue Präsident Prabowo Subianto hat sich dazu verpflichtet, das Land durch verstärkte Öl- und Gasförderung sowie den Einsatz von Biokraftstoffen energieautark zu machen. Er verweist dabei auf wachsende geopolitische Unsicherheiten, die die Versorgung beeinflussen könnten. Das Ziel des Energieministeriums ist es, die derzeitige Inlandsproduktion des beliebten Kochbrennstoffs von etwa 1,7 Millionen Tonnen pro Jahr zu verdoppeln, um die Abhängigkeit von Importen zu verringern.
Die Aufsichtsbehörde für die Öl- und Gasförderung, SKK Migas, hat 15 Gasfelder identifiziert, die in der Lage sind, Propan- und Butangas bereitzustellen und somit die zusätzliche Million Tonnen LPG pro Jahr zu liefern. Vorsitzender Dwi Soetjipton betonte, dass dieses Ziel in den nächsten drei bis vier Jahren erreicht werden müsse. Um Investitionen in die LPG-Produktion anzukurbeln, wird die Regierung sicherstellen, dass das staatliche Energieunternehmen Pertamina, welches als einziger Verteiler des Gases im Land fungiert, faire Preise für LPG-Anbieter gewährleistet.
Dwi erklärte, dass die Entwicklung der LPG-Industrie bisher aufgrund der niedrigen Abnahmepreise für Pertamina als unprofitabel angesehen wurde. „Nun hat der Energieminister Verbesserungen in diesem Bereich gefordert,“ so Dwi. Daten des Ministeriums für Energie und Mineralressourcen belegen, dass Indonesien im letzten Jahr 6,9 Millionen Tonnen LPG importierte, während der Gesamtverbrauch im Inland bei 8,7 Millionen Tonnen lag. Neben dem Ausbau der LPG-Produktion erwägt die Regierung auch, verstärkt komprimiertes Erdgas zu nutzen, um die LPG-Importe weiter zu reduzieren.
