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LNG-Versorgung verzögert sich bis 2027

Projektverzögerungen und Unsicherheiten beeinflussen die globale Gasbilanz und Versorgung

1 Min
LNG-Versorgung verzögert sich bis 2027

Die nächste Welle der Verflüssigten Erdgasversorgung (LNG) wird frühestens 2027 beginnen, zwei Jahre später als ursprünglich für 2025 prognostiziert. Verzögerungen bei verschiedenen Projekten sind der Grund für diese Verschiebung, erklärte Gregory Joffroy, Senior Vice President für LNG bei TotalEnergies, auf der Asia Gas Markets Konferenz. Diese Verzögerungen werden die Gasbilanz und die zukünftige Versorgung beeinflussen, so Joffroy. Er betonte, dass es in den kommenden Jahren von Bedeutung sei, wann genau die neuen LNG-Projekte in Betrieb gehen, da dies erhebliche Auswirkungen auf die Märkte haben könnte.

Im langfristigen Ausblick erwartet Joffroy, dass die neue LNG-Versorgungswelle im Zeitraum von 2027 bis 2030 ihren Höhepunkt erreichen wird. Besonders in den USA haben verschiedene Faktoren zu Verzögerungen bei LNG-Projekten geführt. Dazu zählen ein Mangel an qualifizierten Arbeitskräften, steigende Lohnkosten, Inflation und Engpässe bei der Beschaffung von Ausrüstung. Hinzu kommt eine Unsicherheit, die durch das Moratorium von Präsident Joe Biden im Januar auf die Genehmigung neuer LNG-Exportprojekte verursacht wurde.

Joffroy prognostizierte außerdem, dass die weltweite Nachfrage nach LNG bis 2035 steigen wird, da viele Versorgungsunternehmen, die derzeit noch Kohle verwenden, auf gasbetriebene Kraftwerke umsteigen werden. Ein weiterer Schub für die Nachfrage könnte durch den Ausbau erneuerbarer Energien entstehen. Er argumentierte, dass Gas eine perfekte Lösung zur Behebung von Schwankungen in der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien darstellt, da es die benötigte Stabilität liefern kann, wenn erneuerbare Quellen unregelmäßig Energie produzieren.

Die Verzögerungen bei den LNG-Projekten und die damit verbundene Unsicherheit auf den Märkten stellen eine Herausforderung für die globale Energieversorgung dar.

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