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LNG Canada bringt Erdgasmarkt in Bewegung

Produzenten drosseln Förderung, um Preise vor Nachfrageanstieg zu stabilisieren

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LNG Canada bringt Erdgasmarkt in Bewegung

Ein großes Flüssigerdgas-Exportterminal, das von Shell geleitet wird und als LNG Canada bekannt ist, wird voraussichtlich im nächsten Jahr in Betrieb genommen. Es könnte jedoch schwierig sein, die kanadischen Erdgaspreise erheblich zu steigern, da eine große Menge aufgestauten Angebots darauf wartet, auf den Markt zu kommen. Experten sind der Meinung, dass der Preisanstieg durch das zusätzliche Angebot gebremst werden könnte. Bereits im September erreichten die Erdgaspreise am AECO-Hub in Alberta ein Zweijahrestief von 5 kanadischen Cent pro Million British Thermal Units, was darauf zurückzuführen ist, dass die Speicherkapazitäten gefüllt sind.

Das Preisniveau hat sich negativ auf die Produzenten ausgewirkt, die ihre Bohraktivitäten in Erwartung einer höheren Nachfrage durch LNG Canada intensiviert hatten. Einige Unternehmen haben ihre Produktion gekürzt. Schätzungen zufolge wurden täglich zwischen 800 Millionen und 1 Milliarde Kubikfuß Erdgas zurückgehalten, was etwa 5 % der gesamten kanadischen Produktion entspricht. Manche Produzenten, wie Canadian Natural Resources Ltd, haben zudem die Fertigstellung neuer Bohrungen verschoben, bis sich die Preise erholen.

Auch Advantage Energy hat kürzlich angekündigt, die Produktion vorübergehend zu drosseln. Das Unternehmen begann im vergangenen Monat damit, täglich bis zu 130 Millionen Kubikfuß Erdgas abzuschalten. Der CEO von Advantage, Michael Belenkie, zeigte sich enttäuscht darüber, dass einige Produzenten weiterhin Gas mit Verlust verkaufen, anstatt die Produktion zu reduzieren und die Preise steigen zu lassen.

Das LNG Canada Terminal, das eine Kapazität von 14 Millionen Tonnen pro Jahr hat, ist ein Gemeinschaftsprojekt von fünf Partnern, darunter Mitsubishi und Petronas. Es wird das erste große Exportterminal für Flüssigerdgas in Kanada sein und täglich etwa 2,1 Milliarden Kubikfuß Erdgas benötigen. Trotz dieses großen Nachfragezuwachses deuten die AECO-Futures jedoch darauf hin, dass die Preise bis September 2025 nur auf etwa 2,46 kanadische Dollar pro Gigajoule steigen werden.

Der CEO von Peyto Exploration, Jean-Paul Lachance, äußerte Bedenken, dass die Unternehmen die derzeit stillgelegten Produktionsmengen zu schnell wieder hochfahren könnten, sobald die Preise steigen. Dies könnte den Markt erneut belasten. Die LNG Canada Anlage, die sich derzeit zu 95 % im Bau befindet, soll voraussichtlich ab Mitte 2025 die ersten Lieferungen abwickeln.

Analysten gehen davon aus, dass das Terminal zur Stabilisierung der AECO-Preise beitragen könnte, die durch begrenzte Speicherkapazitäten zu starken Schwankungen neigen. Dennoch könnte eine kalte Wintersaison die Nachfrage erhöhen und die Preise aus den Lagerbeständen ziehen.

ErdgasLNGKanadaShellEnergie

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