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Größte Öl-Allianz der britischen Nordsee entsteht

Shell und Equinor bündeln Kräfte für nachhaltige Produktion und Steueroptimierung

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Größte Öl-Allianz der britischen Nordsee entsteht

Shell und Equinor haben angekündigt, ihre britischen Nordseeaktivitäten zu fusionieren und damit das größte Öl- und Gasunternehmen in diesem Gebiet zu schaffen. Die beiden Unternehmen werden jeweils 50 Prozent der neu gegründeten Gesellschaft halten, die ihren Sitz in Aberdeen, Schottland, haben wird. Durch die Zusammenlegung von Ressourcen und Investitionen sollen Kosten gesenkt und die Steuerposition verbessert werden, was die Rentabilität der Aktivitäten steigern soll.

Die neue Gesellschaft wird in der Lage sein, eine nachhaltige Zukunft für bestehende Ölfelder und Plattformen zu sichern und die Lebensdauer dieses Sektors im Vereinigten Königreich zu verlängern, erklärten die Unternehmen in einer gemeinsamen Stellungnahme. Die Produktionsmenge, die derzeit bei über 140.000 Barrel Öläquivalent pro Tag liegt, soll innerhalb von fünf Jahren auf bis zu 220.000 Barrel pro Tag steigen. Dies soll durch Projekte wie die Erschließung des Rosebank-Ölfeldes erreicht werden.

Shell, das in den 1960er-Jahren als Pionier in der Nordsee Gas und Öl förderte, und Equinor, das aktuell rund 38.000 Barrel pro Tag in Großbritannien produziert, bringen umfangreiche Vermögenswerte in die Partnerschaft ein. Während Shell über Beteiligungen an Feldern wie Shearwater und Jackdaw verfügt, steuert Equinor Anteile an Feldern wie Mariner und Rosebank bei. Explorationserlaubnisse sind ebenfalls Teil der Vereinbarung.

Ein Börsengang der neuen Gesellschaft ist nicht geplant. Stattdessen soll das Unternehmen eigenständig Schulden aufnehmen, erklärte Shells Upstream-Direktorin. Die Branche hat in den vergangenen Jahren einen Rückgang erlebt, da viele Unternehmen ihre Aktivitäten in der Nordsee reduziert oder ganz eingestellt haben. Ein wesentlicher Faktor dafür ist die britische Sondersteuer auf unerwartete Gewinne, die nach einem Anstieg der Energiepreise 2022 eingeführt wurde.

Die Fusion bringt für Equinor finanzielle Vorteile, da etwa 6 Milliarden Pfund an aufgeschobenen Steuerverlusten gegen zukünftige Ausgaben verrechnet werden können. Auch Shell wird von einer Reduzierung der Investitionsausgaben profitieren. Laut einem Bericht von RBC Capital Markets könnte Equinor dadurch Einsparungen in Höhe von 1,2 Milliarden Dollar für den Zeitraum 2025 bis 2027 realisieren.

Bestimmte Vermögenswerte werden von der Fusion ausgenommen bleiben. Equinor behält die Kontrolle über grenzüberschreitende Felder wie Statfjord sowie über Offshore-Windprojekte wie Dogger Bank. Shell wird seine Interessen an Einrichtungen wie dem Fife NGL-Werk und den geplanten schwimmenden Windprojekten MarramWind und CampionWind behalten.

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