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Golfstaaten zweifeln an US-Sicherheitsgarantien im Iran-Konflikt

Hinter verschlossenen Türen wächst in den Golfstaaten die Frustration über Washingtons scheinbar strategielose Kriegsführung gegen den Iran.

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Golfstaaten zweifeln an US-Sicherheitsgarantien im Iran-Konflikt

Die Golfstaaten stellen zunehmend den Wert amerikanischer Sicherheitsgarantien infrage. Wie Bloomberg News berichtet, kritisieren Regierungsvertreter der Region hinter verschlossenen Türen die Trump-Administration für den offensichtlichen Mangel an einer kohärenten Strategie im Konflikt mit dem Iran. Einen Monat nach Beginn der US-israelischen Militäroperationen gegen Teheran spitzt sich die Lage für die Golfanrainer weiter zu.

Saudi-Arabien fing am Freitag ein halbes Dutzend iranischer Drohnen ab. Gleichzeitig wurden zwei kuwaitische Häfen von Angriffen getroffen. Die Straße von Hormus – einer der bedeutendsten Schifffahrtskorridore der Welt und wirtschaftliche Lebensader der gesamten Region – bleibt nahezu geschlossen. Die Folge: Milliardenverluste bei den Öleinnahmen der betroffenen Länder.

Lobbyarbeit gegen den Krieg blieb erfolglos

Laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen hatten die Golfstaaten ein volles Jahr lang versucht, den Konflikt diplomatisch zu verhindern. Die Regierungsvertreter stellen nun grundsätzliche Fragen: Was sind Trumps tatsächliche Beweggründe und Ziele in diesem Krieg? Und welchen Nutzen bringt es, amerikanische Militärstützpunkte zu beherbergen, die die eigenen Länder zu Angriffszielen gemacht haben?

Diese kritischen Stimmen äußern sich ausschließlich anonym – aus Angst, Trump öffentlich zu verärgern. Bislang hat kein Regierungsvertreter der Golfregion seine Bedenken offiziell kommuniziert. Trotz aller Frustration gilt es als unwahrscheinlich, dass einer der Staaten das US-Militär auffordern wird, seine Stützpunkte in der Region aufzugeben.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung am Golf von erheblicher Bedeutung. Die Region liefert einen wesentlichen Teil des globalen Ölangebots, und eine anhaltende Blockade der Straße von Hormus würde die Energiemärkte weltweit belasten. Steigende Ölpreise und Lieferkettenunterbrechungen wären die unmittelbaren Folgen für die exportabhängige deutsche Wirtschaft.

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