G7-Außenminister fordern sofortiges Ende von Angriffen auf Zivilisten
Beim G7-Treffen in Frankreich verabschiedeten die Minister eine gemeinsame Erklärung zum Iran-Krieg.

Die Außenminister der sieben führenden Industrienationen (G7) haben am Freitag ein sofortiges Ende der Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur im Iran-Krieg gefordert. Die gemeinsame Erklärung wurde am zweiten Tag des G7-Außenministertreffens im französischen Vaux-de-Cernay verabschiedet. Frankreich ist in diesem Jahr Gastgeberland der G7.
In der Erklärung betonten die Minister die Notwendigkeit, die Auswirkungen des Konflikts auf regionale Partner, die Zivilbevölkerung und kritische Infrastruktur zu minimieren. Gleichzeitig warnten sie vor globalen Wirtschaftsschocks, die aus dem Konflikt resultieren könnten. Betroffen seien insbesondere die Energie-, Düngemittel- und Handelslieferketten – mit direkten Folgen für die Bürger der G7-Staaten.
Straße von Hormus im Fokus
Ein zentrales Thema der Erklärung ist die Schifffahrtsfreiheit in der Straße von Hormus. Die Minister bekräftigten die Notwendigkeit, die sichere und gebührenfreie Durchfahrt durch diese strategisch bedeutende Meerenge wiederherzustellen. Die Straße von Hormus gilt als einer der wichtigsten Öl-Transportkorridore der Welt und ist für die globale Energieversorgung von entscheidender Bedeutung.
Die G7 umfasst die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien und Japan sowie die Europäische Union. Deutschland ist damit direkt in die gemeinsame Positionierung eingebunden. Die Erklärung unterstreicht die geschlossene Haltung der westlichen Industrienationen gegenüber dem eskalierenden Konflikt.
Für deutsche Anleger sind die möglichen wirtschaftlichen Folgewirkungen besonders relevant. Störungen in den globalen Lieferketten – insbesondere bei Energie und Düngemitteln – könnten Inflationsdruck erzeugen und europäische Unternehmen belasten. Die G7-Minister signalisierten mit ihrer Erklärung, dass sie einer weiteren Eskalation entschlossen entgegenwirken wollen.
