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Goldman Sachs hebt Brent-Ölpreisprognose auf über 100 Dollar

Die Investmentbank Goldman Sachs korrigiert ihre Rohölprognosen nach oben – wegen anhaltender Spannungen rund um die Straße von Hormus.

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Goldman Sachs hebt Brent-Ölpreisprognose auf über 100 Dollar

Der Brent-Rohölpreis notierte am Donnerstagmorgen bei 100,13 US-Dollar pro Barrel und steuerte damit auf einen wöchentlichen Anstieg von rund 8 Prozent zu. Damit überschritt der Preis die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar – ein Niveau, das zuletzt regelmäßig Aufmerksamkeit an den Energiemärkten erzeugte. Am Montag hatte Brent mit 119,50 Dollar pro Barrel sogar den höchsten Stand seit Mitte 2022 erreicht.

Goldman Sachs hat seine Preisprognosen für Brent und WTI für das vierte Quartal 2026 angehoben. Brent soll demnach im Schnitt bei 71 Dollar pro Barrel liegen – nach zuvor 66 Dollar. Für die US-Rohölsorte WTI hob die Bank die Schätzung von 62 auf 67 Dollar pro Barrel an. Grundsätzlich erwartet Goldman, dass sich die Preise im Jahresverlauf allmählich in den unteren 70-Dollar-Bereich abschwächen.

Straße von Hormus als entscheidender Risikofaktor

Der entscheidende Unsicherheitsfaktor bleibt die Straße von Hormus. Die strategisch bedeutende Meerenge ist laut Goldman Sachs seit dem Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran am 28. Februar faktisch geschlossen. Durch diese Route fließt rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Erdgasangebots – eine Blockade trifft die globalen Energiemärkte damit unmittelbar.

Sollte die Unterbrechung der Ölströme zwei Monate andauern, würde dies die Goldman-Schätzung für den durchschnittlichen Brent-Preis im vierten Quartal von 71 auf 93 Dollar pro Barrel treiben. Die Bank betont, dass bei länger anhaltenden Lieferunterbrechungen noch höhere Spitzenwerte möglich seien und das Jahr auf einem deutlich erhöhten Preisniveau enden könnte.

Für deutsche Verbraucher und Unternehmen sind diese Entwicklungen besonders relevant: Steigende Rohölpreise schlagen sich erfahrungsgemäß zeitverzögert in höheren Sprit- und Energiepreisen nieder und können die Inflation erneut anheizen. Anleger in Energieaktien und ETFs sollten die Lage an der Straße von Hormus daher genau im Blick behalten.

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