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Iran-Konflikt: Analysten revidieren Ölpreisprognosen für 2026 deutlich

Zwei Wochen nach Kriegsbeginn im Iran überdenken Goldman Sachs und Bank of America ihre Rohölpreis-Erwartungen.

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Iran-Konflikt: Analysten revidieren Ölpreisprognosen für 2026 deutlich

Der anhaltende Krieg im Iran hat die globalen Energiemärkte in Aufruhr versetzt. Führende Investmentbanken wie Goldman Sachs und Bank of America haben ihre durchschnittlichen Ölpreisprognosen für 2026 nach oben revidiert – genau zwei Wochen nach Ausbruch des Konflikts. Im Zentrum der Sorgen steht die Straße von Hormus, durch die mehr als 20 Prozent der weltweiten Ölströme fließen.

Die Rohölpreise reagierten bereits deutlich auf die geopolitische Eskalation. Brent-Futures und die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterten in dieser Woche auf den höchsten Stand seit Juni 2022. Auf Wochensicht verzeichnete Brent ein Plus von mehr als zehn Prozent, WTI legte rund sieben Prozent zu.

Irans neues geistliches Oberhaupt Mojtaba Khamenei verschärfte die Lage am Donnerstag zusätzlich. Er gelobte, die Straße von Hormus als Druckmittel gegenüber den USA und Israel geschlossen zu halten. Diese Drohung trifft die Energiemärkte ins Mark, da eine dauerhafte Blockade der Meerenge die globale Ölversorgung massiv gefährden würde.

Banken passen Preisprognosen an

Die revidierten Prognosen der Analysten zeigen ein differenziertes Bild. Citigroup erwartet Brent bei 71 US-Dollar je Barrel für 2025 und 64 Dollar für 2026. Die Bank of America sieht Brent bei 78 Dollar beziehungsweise 65 Dollar. Goldman Sachs prognostiziert 77 Dollar für 2026, während BMI und UBS mit 70 beziehungsweise 72 Dollar rechnen.

Trotz der kurzfristigen Preisanstiege gehen die meisten Analysten von einer Stabilisierung im weiteren Jahresverlauf aus. Die Einschätzungen spiegeln die Unsicherheit wider: Sollte die Straße von Hormus tatsächlich blockiert werden, könnten die Preise deutlich über die aktuellen Prognosen hinausschießen. Für deutsche Verbraucher und Unternehmen bedeutet dies erhöhte Energiekosten – zumindest in den kommenden Wochen.

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