Golfkrise eskaliert: Brent-Öl springt um 9% – Börsen crashen
Iranische Angriffe auf Schiffe und Trumps klare Prioritäten treiben die Ölpreise auf den höchsten Tagesanstieg seit 2020.

Die Krise am Persischen Golf verschärft sich dramatisch. Der Iran hat weitere Schiffe angegriffen, und der neue oberste Religionsführer schwor öffentlich, den Kampf fortzusetzen. Die Eskalation treibt die globalen Energiemärkte in Aufruhr.
Die Rohölsorte Brent verzeichnete einen Tagesanstieg von mehr als 9% – der stärkste Sprung seit dem Jahr 2020. Auslöser war auch eine Aussage von US-Präsident Donald Trump, der erklärte, das Unterbinden der iranischen Atombemühungen habe für ihn eine höhere Priorität als stabile Ölpreise. Diese Aussage signalisiert den Märkten, dass weitere Eskalationen in der Region möglich sind.
Aktienmarkt unter Druck
Die stark steigenden Energiepreise schlugen unmittelbar auf die US-Aktienmärkte durch. Der Dow Jones Industrial Average verlor 739 Punkte und fiel damit um mehr als 1,5%. Auch der S&P 500 und der Nasdaq Composite gaben jeweils über 1,5% nach.
Für deutsche Anleger ist die Entwicklung besonders relevant, da steigende Ölpreise die Inflation anheizen und die Konjunkturaussichten weltweit eintrüben können. Energieintensive Industrien wie Chemie, Luftfahrt und Logistik stehen unter besonderem Druck. Der DAX dürfte die Signale aus den USA ebenfalls aufnehmen.
Sammelklage gegen Costco wegen Zollaufschlägen
Abseits der Golfkrise sorgt eine Klage gegen den US-Einzelhändler Costco für Aufmerksamkeit. Ein Mann aus dem US-Bundesstaat Illinois fordert eine Rückerstattung für zollbedingte Preiserhöhungen – inklusive Zinsen. Die Klage strebt den Status einer Sammelklage an, was das finanzielle Risiko für den Konzern erheblich erhöhen könnte.
Der Fall steht exemplarisch für eine wachsende Welle von Verbraucherklagen im Zusammenhang mit den US-Importzöllen. Sollte die Klage als Sammelklage zugelassen werden, könnten zahlreiche weitere Einzelhändler mit ähnlichen Forderungen konfrontiert werden.
