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Chinas Rohölimporte erreichen Dreimonatshoch im November

Preissensible Einkäufe dominieren trotz schwacher Nachfrage und wirtschaftlicher Herausforderungen

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Chinas Rohölimporte erreichen Dreimonatshoch im November

Chinas Rohölimporte könnten im November ein Dreimonatshoch erreichen, wobei die Prognosen auf etwa 11,4 Millionen Barrel pro Tag (bpd) hindeuten. Dies wäre der höchste Wert seit August, als 11,56 Millionen bpd importiert wurden. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass die gestiegenen Einfuhren weniger auf eine erhöhte Nachfrage zurückzuführen sind, sondern vielmehr auf günstige Preise. Chinas Raffinerien verzeichnen weiterhin eine geringe Auslastung, und wirtschaftliche Indikatoren zeigen anhaltende Wachstumsprobleme der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Die aktuellen Importe basieren auf Käufen, die zu einer Zeit getätigt wurden, als die globalen Ölpreise ein Tief erreichten. Im September fiel der Preis für Brent-Rohöl auf 68,68 US-Dollar pro Barrel, den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren. Seitdem haben sich die Preise stabilisiert, pendeln aber zwischen 70 und 75 US-Dollar. Für chinesische Raffinerien, die ihre Einkäufe stark an Preisschwankungen ausrichten, bieten diese Preise eine günstige Gelegenheit.

Trotz der gestiegenen Importe ist der Gesamtrendite für 2024 bislang rückläufig. In den ersten zehn Monaten des Jahres sanken die Importe im Vergleich zum Vorjahr um 420.000 bpd, insbesondere nach einem Preisanstieg im zweiten Quartal. Dieser Rückgang unterstreicht, wie stark Chinas Raffinerien auf Preissignale reagieren. Sie neigen dazu, bei niedrigen Preisen Überschüsse einzulagern, während sie bei höheren Preisen ihre Importe drosseln.

Zusätzliche Unsicherheiten könnten sich durch die mögliche Wiederwahl von Donald Trump als US-Präsident ergeben. Seine angekündigte harte Haltung gegenüber dem Iran und eine mögliche Verschärfung der Sanktionen könnten die chinesischen Ölimporte beeinflussen. Berichten zufolge reduzieren einige unabhängige chinesische Raffinerien bereits ihre Käufe von iranischem Rohöl. Dies könnte Auswirkungen auf die regionalen Ölpreise haben, insbesondere im Nahen Osten, wo chinesische Einkäufer möglicherweise auf Alternativen umsteigen.

Bereits jetzt zeigt sich eine Veränderung der Preisrelationen. Der Preisabstand zwischen Brent und der regionalen Marke Dubai hat sich in den letzten Wochen verringert, was auf eine verstärkte Nachfrage nach Nahost-Öl hindeutet. Während der Brent-Dubai-Spread im August noch bei 2,98 US-Dollar pro Barrel lag, sank er kürzlich auf 1,44 US-Dollar.

Die Entwicklungen zeigen, dass Chinas Rohölimporte trotz steigender Mengen nicht zwingend ein Indikator für eine wirtschaftliche Erholung sind. Vielmehr spiegeln sie die preissensible Einkaufsstrategie der Raffinerien wider, die in einem Umfeld volatiler Ölpreise agieren.

RohölChinaImport

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