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Chinas Ölraffinerien mit deutlichem Produktionseinbruch

Rückgang durch Werksschließungen und schwache Auslastung kleiner Raffinerien verstärkt

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Chinas Ölraffinerien mit deutlichem Produktionseinbruch

Chinas Raffineriedurchsatz ist im Oktober im Vergleich zum Vorjahr um 4,6 % gesunken und markiert damit den siebten Monat in Folge mit rückläufigen Zahlen. Offizielle Daten des Nationalen Statistikbüros (NBS) zeigen, dass im Oktober 59,54 Millionen Tonnen Rohöl verarbeitet wurden, was etwa 14,02 Millionen Barrel pro Tag (bpd) entspricht. Dies liegt unter den 14,3 Millionen bpd im September und den 15,05 Millionen bpd im Oktober 2023.

Berechnungen von Reuters auf Basis der letztjährigen Daten deuten darauf hin, dass die Oktoberproduktion im Vergleich zu den ursprünglich gemeldeten Zahlen um 6,9 % zurückgegangen ist, was darauf hindeutet, dass die Datenbehörde ihre Vorjahreswerte nach unten korrigiert hat. Trotz des Hochfahrens des neuen Yulong Petrochemical-Komplexes, der eine der beiden Rohölverarbeitungsanlagen mit einer Kapazität von 200.000 bpd Ende September in Betrieb nahm und die Auslastung auf etwa 90 % steigerte, blieb der Durchsatz rückläufig. Ein Anstieg des Verbrauchs von Flugzeugtreibstoff und Benzin während der Nationalfeiertagswoche konnte den Rückgang ebenfalls nicht ausgleichen.

Besonders betroffen waren kleinere, unabhängige Raffinerien, bekannt als „Teapots“, die in der Provinz Shandong angesiedelt sind. Daten von Sublime China Information zeigen, dass diese Anlagen Ende Oktober nur 58,7 % ihrer Kapazität nutzten, verglichen mit 77 % im Vorjahr. Mehrere Raffinerien wurden vollständig geschlossen oder befanden sich in Wartung. Dazu gehören laut Sublime unter anderem Sinochems Anlagen in Zhenghe, Huaxing und Changyi, die im September Insolvenz anmeldeten. Auch PetroChina trug mit der Stilllegung einer 90.000-bpd-Rohölanlage in Dalian, Teil eines umfangreichen Umsiedlungsprojekts, zum geringeren Durchsatz bei.

Im Zeitraum von Januar bis Oktober verarbeitete China insgesamt 590,59 Millionen Tonnen Rohöl, was 14,14 Millionen bpd entspricht. Das entspricht einem Rückgang von 2 % im Vergleich zum Vorjahr. Reuters-Berechnungen auf Basis der letztjährigen gemeldeten Daten weisen jedoch auf einen stärkeren Rückgang von 4,55 % für denselben Zeitraum hin.

Während der Raffineriedurchsatz rückläufig war, stieg die heimische Rohölproduktion im Oktober um 2,5 % auf 17,17 Millionen Tonnen oder 4,04 Millionen bpd. Im bisherigen Jahresverlauf wuchs die Produktion um 2 % auf 177,64 Millionen Tonnen oder 4,25 Millionen bpd. Auch die Erdgasproduktion verzeichnete ein Plus. Im Oktober stieg diese um 8,4 % auf 20,8 Milliarden Kubikmeter (bcm), während die Gesamtproduktion für das Jahr bisher um 6,7 % auf 203,9 bcm anstieg.

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