Chinas Kohleimporte erreichen historische Höchststände
Inländische Förderung und stabile Preise sichern die Winterstromversorgung

China verzeichnet im November eine Rekordmenge an Importen von seegestützter Steinkohle, um die Stromproduktion zu steigern. Schätzungen zufolge belaufen sich die Importe auf 37,5 Millionen Tonnen, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 32,12 Millionen Tonnen im Oktober. Diese Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund der bevorstehenden Winternachfrage und einer geringeren Stromerzeugung durch Wasserkraftwerke. Trotz des erhöhten Importvolumens bleiben die Preise für importierte Kohle stabil, da die Preise für inländisch geförderte Kohle sinken.
Indonesien und Australien, die weltweit führenden Exporteure von Steinkohle, konkurrieren mit Chinas steigender Eigenproduktion. Der Preis für Kohle in China, gemessen in Qinhuangdao, sank zuletzt auf 830 Yuan pro Tonne, ein Rückgang von 5,1 % seit dem Höchststand im Oktober. Ähnlich zeigt der Preis für indonesische Kohle mit einem Energiegehalt von 4.200 kcal/kg einen leichten Anstieg von 4,2 % seit August, bleibt jedoch niedrig bei 52,19 US-Dollar pro Tonne.
China importierte im November voraussichtlich 25,32 Millionen Tonnen indonesische Kohle, verglichen mit 22,24 Millionen Tonnen im Oktober. Auch die australischen Kohleimporte stiegen signifikant auf 7,84 Millionen Tonnen, ein Anstieg von 5,35 Millionen Tonnen im Vormonat. Australische Kohle, bewertet anhand des Benchmarks von 5.500 kcal/kg, verzeichnete einen Preisrückgang auf 87,60 US-Dollar pro Tonne in der Woche bis zum 22. November, was einem Rückgang von 3,7 % gegenüber dem Höchststand im Oktober entspricht. Indonesische und australische Exporteure halten die Preise wettbewerbsfähig, um ihre Exportvolumina nach China zu sichern.
Parallel zu den Importen steigert China auch die inländische Kohleproduktion. Im Oktober erreichte die Förderung 411,8 Millionen Tonnen, ein Zuwachs von 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zunahme ist eine Reaktion auf staatliche Aufforderungen, die Produktion zur Deckung der Winternachfrage zu erhöhen. Offizielle Daten zeigen, dass die Stromerzeugung durch Kohlekraftwerke im Oktober um 1,8 % gestiegen ist, während die Stromerzeugung durch Wasserkraftwerke um 14,9 % zurückging.
Das Zusammenspiel von steigender Produktion und Rekordimporten stabilisiert die Kohlepreise, während Chinas Bedarf gedeckt wird. Diese Dynamik unterstreicht die Stärke des chinesischen Kohlesektors, der es ermöglicht, sowohl die inländische Nachfrage zu befriedigen als auch die Preisentwicklung auf den internationalen Märkten zu beeinflussen.
