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Anglo American verkauft Anteile an australischen Kohleminen

Der Bergbauriese treibt Umstrukturierung voran und setzt verstärkt auf Kupferproduktion

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Anglo American verkauft Anteile an australischen Kohleminen

Anglo American hat zugestimmt, einen Anteil von 33,3 Prozent an einem Joint Venture zu verkaufen, das eine Beteiligung von 70 Prozent an den australischen Kohleminen Jellinbah East und Lake Vermont hält. Der Verkaufspreis beläuft sich auf 1,1 Milliarden US-Dollar oder umgerechnet etwa 1,6 Milliarden australische Dollar. Dieser Schritt ist Teil eines umfassenderen Plans des Unternehmens, seine Geschäftsstruktur zu überarbeiten und sich von nicht mehr gewünschten Vermögenswerten zu trennen. Anglo American war zuvor im Mai dieses Jahres einem Übernahmeangebot in Höhe von 49 Milliarden US-Dollar durch den größeren Konkurrenten BHP Group entgangen.

In einer am Montag veröffentlichten Erklärung teilte Anglo mit, dass es ein Drittel von Jellinbah Group, dem Betreiber der Kohleminen in Queensland, an Zashvin Ltd. veräußern werde. Zashvin, ein australisches Unternehmen für die Stromerzeugung, hält bereits ein Drittel an diesen Minen. Anglo American verfolgt zudem den Verkauf weiterer Stahlkohleminen in Australien und plant, in den kommenden Monaten entsprechende Vereinbarungen abzuschließen, wie CEO Duncan Wanblad in der Erklärung bekanntgab.

Das Unternehmen drängt auf den Verkauf seiner Kokskohleminen in Australien sowie seiner Nickelbestände in Brasilien und plant darüber hinaus die Abspaltung seiner Platinminen in Südafrika. Angesichts dieser Entwicklungen erwägt Anglo American zudem, ob die De Beers-Diamantensparte verkauft oder separat an die Börse gebracht werden soll. Dieser Strategiewechsel zeigt den verstärkten Fokus auf den Ausbau der Kupferproduktion, Eisenverarbeitung und Düngemittelproduktion.

Die Kupferminen des Unternehmens in Lateinamerika, die als weltklasse gelten, haben Anglo American zu einem attraktiven Ziel für größere Wettbewerber gemacht, die eine stärkere Präsenz im Bereich der Energiewende-Metalle anstreben. Angesichts des steigenden Bedarfs an Kupfer im Rahmen der grünen Energiewende hat Anglo American das Ziel gesetzt, die Kupferproduktion in den Minen in Chile und Peru bis zum Jahr 2030 auf etwa eine Million Tonnen zu steigern.

BHP hat derweil in der vergangenen Woche angedeutet, dass es eine erneute Annäherung an den in London börsennotierten Bergbaukonzern Anglo American in Erwägung zieht, nachdem eine sechsmonatige Sperrfrist für ein weiteres Übernahmeangebot Ende November ausläuft. Die Aktien von Anglo American verzeichneten in London in den frühen Morgenstunden einen Anstieg von bis zu zwei Prozent.

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