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Biden will U.S. Steel-Übernahme durch Nippon verhindern

Blockade könnte Arbeitsplätze gefährden und den Unternehmenssitz in Pennsylvania beeinflussen

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Biden will U.S. Steel-Übernahme durch Nippon verhindern

Die geplante Übernahme des amerikanischen Stahlherstellers U.S. Steel durch das japanische Unternehmen Nippon Steel steht vor einem möglichen Scheitern. Grund dafür ist das Vorhaben des US-Präsidenten Joe Biden, den Kauf zu blockieren. Zwei mit dem Vorgang vertraute Personen haben am Mittwoch bestätigt, dass Biden aktiv gegen den Deal vorgehen will. Der Kaufpreis für die Übernahme beläuft sich auf 14,9 Milliarden Dollar. Biden hatte bereits zuvor seine Bedenken hinsichtlich der Übernahme geäußert, da er der Ansicht ist, dass der traditionsreiche Stahlhersteller in amerikanischer Hand bleiben sollte.

U.S. Steel selbst hat jedoch vor den möglichen Konsequenzen eines Scheiterns gewarnt. Das Unternehmen sieht in der Blockade des Deals eine Gefährdung von Tausenden Arbeitsplätzen sowie eine drohende Schließung von Produktionsstätten. Um den Bedenken entgegenzuwirken, hat Nippon Steel bereits Zugeständnisse angeboten. Diese beinhalten unter anderem das Versprechen, dass die Führung des Unternehmens weiterhin überwiegend amerikanisch bleiben soll. Trotz dieser Bemühungen stürzte der Aktienkurs von U.S. Steel am Mittwoch um fast 19 Prozent ab.

Die demokratische Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris hat sich ebenfalls gegen den Verkauf von U.S. Steel ausgesprochen. In einer Wahlkampfveranstaltung am Montag betonte sie die historische Bedeutung des Unternehmens, das seit 122 Jahren besteht, für die USA. Harris hob die Wichtigkeit amerikanischer Stahlproduzenten für die nationale Wirtschaft hervor und bekräftigte ihre Position, dass U.S. Steel in amerikanischem Besitz bleiben sollte. Bereits im März hatte Biden eine ähnliche Meinung geäußert.

Auch auf republikanischer Seite gibt es Widerstand gegen den Deal. Der ehemalige Präsident Donald Trump, der ebenfalls im Wahlkampf steht, hatte sich im August deutlich gegen die Übernahme ausgesprochen. Diese Haltung Trumps hat unter Gewerkschaftern für Unruhe gesorgt, da viele von ihnen in den Industrieregionen des „Rust Belt“ arbeiten, einer wichtigen Wählerbasis für die kommenden Präsidentschaftswahlen.

Trotz der politischen Opposition und der Bedenken von Gewerkschaftern hat das Management von U.S. Steel, gemeinsam mit den Aktionären, der Übernahme zugestimmt. Das Unternehmen bezeichnete den Deal als die beste Lösung für seine Beschäftigten und die Gemeinden, in denen sie leben. Besonders der Hauptsitz des Unternehmens im Bundesstaat Pennsylvania spielt in diesem Zusammenhang eine zentrale Rolle. Pennsylvania gilt als entscheidender Staat für die bevorstehende Präsidentschaftswahl. Das Management von U.S. Steel hat angekündigt, den Hauptsitz bei einem Scheitern der Übernahme möglicherweise verlegen zu müssen.

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