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Neuseeland hebt Verbot für Offshore-Öl- und Gasexploration auf

Regierung reagiert auf Energiekrise und plant Förderung erneuerbarer Energien

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Neuseeland hebt Verbot für Offshore-Öl- und Gasexploration auf

Die neuseeländische Regierung hat angekündigt, bis zum Ende des Jahres ein Gesetz zu verabschieden, das das seit 2018 geltende Verbot von Offshore-Öl- und Gasexplorationen aufheben soll. Dies soll in Reaktion auf akute Energieengpässe und steigende Energiepreise geschehen, die das Land in den letzten Wochen stark getroffen haben. Der Plan sieht vor, dass regulatorische Hürden für den Import von verflüssigtem Erdgas (LNG) abgebaut werden, um die Energieversorgung zu sichern. Die Aufhebung des Verbots betrifft insbesondere die energiereiche Region Taranaki auf der Nordinsel des Landes, wo die Exploration außerhalb von Onshore-Gebieten bisher verboten war. Die rechtsgerichtete Regierung unter Premierminister Christopher Luxon strebt damit an, Investitionen in den neuseeländischen Öl- und Gassektor zu fördern.

Luxon äußerte sich während einer Pressekonferenz besorgt über die aktuelle Situation, die seiner Meinung nach in Neuseeland nie hätte eintreten dürfen. Er forderte die Oppositionsparteien auf, das Gesetz zu unterstützen, da es im Interesse der Energiesicherheit des Landes sei. Die vorherige, Mitte-links orientierte Labour-geführte Regierung hatte das Verbot von Offshore-Explorationen eingeführt, was laut Luxon eine der Ursachen für die derzeitige Energiekrise sei.

Der Energieminister Simeon Brown betonte, dass die Produktion von Erdgas im Jahr 2023 um 12,5 % zurückgegangen sei und in den ersten drei Monaten des Jahres 2024 um weitere 27,8 % gesunken sei. Diese Entwicklung habe zu einem landesweiten Energieengpass geführt, da Stromerzeuger zunehmend auf Kohle und Diesel zurückgreifen mussten, um die Netzstabilität zu gewährleisten. Erneuerbare Energiequellen wie Wasserkraft, Solarenergie und Windkraft konnten den Bedarf nicht decken. Brown erklärte weiter, dass die Pegel der Seen niedrig seien, die Sonne nicht ausreichend scheine und der Wind nicht stark genug wehe, um den Energiebedarf zu decken. Gleichzeitig sei das Erdgasangebot nicht ausreichend, um die Nachfrage zu befriedigen.

Die Regierung plant darüber hinaus Maßnahmen, um den Bau und die Instandhaltung von erneuerbaren Energieanlagen sowie die Verteilung und Übertragung von Elektrizität zu erleichtern und kostengünstiger zu gestalten. Die Genehmigungsprozesse für die meisten erneuerbaren Energieprojekte sollen innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Zudem plant die Regierung, im Jahr 2025 die erste Ausschreibung für Machbarkeitsstudien zu Offshore-Erneuerungsprojekten zu eröffnen, um das Potenzial für erneuerbare Energien im Meer zu erschließen.

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