Wesdome Gold Mines steigert Nettogewinn trotz rückläufiger Förderung
Der kanadische Goldproduzent Wesdome Gold Mines hat den Nettogewinn im dritten Quartal 2026 auf 89,7 Millionen Dollar gesteigert, obwohl die Goldförderung um 18 Prozent auf 41.287 Unzen zurückging. Das Unternehmen bestätigt die Jahresproduktionsprognose u

Der kanadische Goldproduzent Wesdome Gold Mines Ltd. (TSX: WDO, OTCQX: WDOFF) hat am 4. November 2026 die finanziellen Kennzahlen für das dritte Quartal und die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2026 publiziert. Die vorläufigen operativen Eckdaten für den Dreimonatszeitraum waren bereits am 13. Oktober 2026 bekannt gegeben worden. Sämtliche Angaben erfolgen in kanadischen Dollar, soweit nicht anders ausgewiesen. Am 5. November 2026 um 10:00 Uhr ET wird die Konzernführung die Ergebnisse im Rahmen einer Telefonkonferenz erläutern.
Auf der Umsatzseite verzeichnete Wesdome ein deutliches Plus: Die konsolidierten Erlöse kletterten im dritten Quartal 2026 um 9 Prozent auf 251 Millionen kanadische Dollar nach oben. Je verkaufter Feinunze erzielte das Unternehmen einen durchschnittlichen Goldpreis von 4.279 US-Dollar. Der Rohertrag verbesserte sich um 4 Prozent auf 155 Millionen Dollar, die operative Cash-Marge stieg ebenfalls um 4 Prozent auf 175 Millionen Dollar.
Der Konzerngewinn erhöhte sich auf 89,7 Millionen Dollar beziehungsweise 0,62 Dollar je Anteilsschein – ein Zuwachs von 2,8 Millionen Dollar gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das EBITDA belief sich auf 157 Millionen Dollar, ein Anstieg um 5 Prozent im Jahresvergleich. Aus der laufenden Geschäftstätigkeit generierte Wesdome einen Netto-Cashflow von 102 Millionen Dollar oder 0,71 Dollar je Aktie, der Free Cashflow erreichte 52 Millionen Dollar beziehungsweise 0,36 Dollar je Anteilsschein.
Wesdome hält an der Produktionsvorgabe für 2026 fest
Weniger erfreulich fiel die Entwicklung der Abbaumenge aus. Die konsolidierte Goldförderung belief sich im dritten Vierteljahr auf 41.287 Unzen – ein Minus von 18 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresabschnitt. Zugleich legten die Cash-Kosten je verkaufter Unze um 36 Prozent auf 1.287 US-Dollar zu, die all-in sustaining costs (AISC) kletterten um 26 Prozent auf 1.789 US-Dollar. Die AISC bilden sämtliche Aufwendungen ab, die für den Erhalt der laufenden Produktion notwendig sind.
Erfreulich präsentierte sich die Sicherheitsstatistik: Die Kennziffer für Beinahe-Unfälle mit hohem Schadenspotenzial (High Potential Incident Frequency Rate) fiel im Jahresvergleich um 63 Prozent auf 0,79. Das Management wertet dies als Beleg für die hohe Sicherheitskultur im gesamten Konzern.
CEO Anthea Bath erklärte dazu: „Wir bestätigen unsere Jahresproduktionsprognose und rechnen mit einem starken Schlussquartal, wobei sowohl Eagle River als auch Kiena innerhalb ihrer jeweiligen Prognosebänder abschließen werden, wenn auch unterhalb des Mittelwerts. Höhere Durchsatzraten in Eagle River, zusätzliche Abbaufronten in Kiena sowie Erfolge bei der Exploration untermauern unser langfristiges Wachstumspotenzial.“
Eagle River fährt Rekorddurchsatz bei deutlich gesunkenen Gehalten ein
Die Eagle River Mine ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen von Wesdome und ein Untertagebergwerk auf rund 400 Quadratkilometern in Nordontario, etwa 50 Kilometer westlich von Wawa im Mishibishu Greenstone Belt. Seit der Betriebsaufnahme im Jahr 1995 hat die Mine mehr als zwei Millionen Unzen Gold gefördert; die Restlebensdauer der Reserven betrug zum 31. Dezember 2025 acht Jahre.
In Eagle River brach die Goldproduktion im dritten Quartal 2026 um 28 Prozent auf 24.758 Unzen ein, nach 34.296 Unzen im Vorjahreszeitraum. Grund dafür ist die Anfangsphase des Übergangs zu einem längerfristigen Modell mit höherem Tonnageaufkommen im Rahmen der fill-the-mill-Strategie. Die verarbeitete Erzmenge stieg um 12 Prozent auf einen neuen Vierteljahresrekord, der höhere Durchsatz wurde jedoch durch einen Rückgang der durchschnittlichen Kopfgehalte um 34 Prozent mehr als kompensiert.
In den ersten drei Quartalen 2026 förderte Eagle River 74.402 Unzen, ein Minus von 16 Prozent gegenüber den 88.907 Unzen im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die verarbeitete Tonnage nahm um 24 Prozent zu, während die Gehalte um 33 Prozent nachgaben. Die Produktionskosten je Tonne sanken im Vergleich zum zweiten Quartal 2026 um 19 Prozent, lagen mit 511 Dollar je Tonne jedoch leicht über den 495 Dollar des Vorjahresquartals.
Der Goldumsatz aus Eagle River fiel im dritten Quartal um 7 Prozent auf 146,9 Millionen Dollar, während er in den ersten neun Monaten um 16 Prozent auf 459,1 Millionen Dollar anzog. Die Cash-Kosten je verkaufter Unze stiegen im Quartal um 53 Prozent auf 1.798 Dollar (1.285 US-Dollar), die AISC je Unze erhöhten sich um 56 Prozent auf 2.578 Dollar (1.843 US-Dollar). Für das Gesamtjahr erwartet Wesdome die AISC in Eagle River innerhalb der Prognosebandbreite von 1.525 bis 1.675 US-Dollar je verkaufter Unze.
Die Explorationsarbeiten konzentrieren sich bei Eagle River auf drei Abschnitte
Die 6 Central Zone bleibt nach Angaben des Unternehmens ein vorrangiges Explorationsziel – aufgrund ihrer Lage in mittlerer Tiefe, der Nähe zur bestehenden Mineninfrastruktur und geologischer Parallelen zur 300 Zone auf vergleichbaren Niveaus. Bohrungen im dritten Quartal untersuchten Down-plunge-Chancen; die Resultate stützen die Annahme, dass sich der hochgradige Trend in der Tiefe fortsetzt.
Auch die 720 Falcon Zone behält einen hohen Stellenwert – wegen ihrer geringen Teufe, der Nähe zur Infrastruktur, des Down-plunge-Potenzials sowie der Möglichkeit einer Fortsetzung in westlicher Richtung. Dort hatten Oberflächen-IP-Messungen Anomalien bei spezifischem Widerstand und Aufladbarkeit angezeigt. Infill- und Konversionsbohrungen in beiden Zonen sollen in die turnusmäßige Aktualisierung des Ressourcenmodells zum Jahresende einfließen.
Wesdome weist eine Liquidität von 735 Millionen Dollar aus
Zum 30. September 2026 belief sich die Liquidität des Unternehmens auf 735 Millionen Dollar. Darin enthalten sind 380 Millionen Dollar an Barmitteln sowie eine vollständig ungenutzte revolvierende Kreditlinie in Höhe von 250 Millionen US-Dollar.
Anthea Bath ergänzte: „Fast 220 Millionen Dollar an Free Cashflow im bisherigen Jahresverlauf und 735 Millionen Dollar an Liquidität zum Quartalsende geben uns die Möglichkeit, Entwicklung und Exploration voranzutreiben und gleichzeitig Kapital an die Aktionäre zurückzuführen.“
