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USA fordern Verbündete: Nationale Sicherheitsprämie für kritische Mineralien zahlen

US-Handelsbeauftragter Greer verlangt von Partnern höhere Preise für Mineralien außerhalb Chinas – trotz wachsender Bedenken.

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USA fordern Verbündete: Nationale Sicherheitsprämie für kritische Mineralien zahlen

Donald Trumps oberster Handelsbeauftragter Jamieson Greer hat die Verbündeten der USA aufgefordert, eine sogenannte „Nationale Sicherheitsprämie" für kritische Mineralien zu zahlen. Ziel ist es, die Abhängigkeit vom chinesischen Markt zu durchbrechen und alternative Lieferketten aufzubauen. Washington will damit Pekings jahrzehntelange Dominanz bei der Versorgung mit Schlüsselmineralien gezielt untergraben.

Konkret streben die USA an, einen Länderclub aus gleichgesinnten Handelspartnern – darunter Europa – zu etablieren, der Mineralien zu festgelegten Mindestpreisen handelt. Produzenten von außerhalb dieses Clubs, allen voran China, sollen mit hohen Zöllen oder anderen Handelsbarrieren belegt werden. Damit soll verhindert werden, dass günstige chinesische Angebote die Preise drücken und Investitionen in westlichen Bergbau- und Verarbeitungsprojekten unrentabel machen.

Greer arbeitet derzeit an einem Entwurf mit spezifischen Details für die Partnerländer. Gegenüber der Financial Times machte er deutlich, warum er die Kosteneffizienz-Argumentation der Verbündeten ablehnt: „Wenn Handelspartner Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Kosten von Mindestpreisen oder Mechanismen äußern, sage ich nur: Das, wovon Sie sprechen – die Kosteneffizienz –, ist genau der Grund, warum wir uns in dieser Situation befinden." Er ergänzte: „Es gibt eine Prämie, die wir zahlen, und ich nenne sie die Nationale Sicherheitsprämie. Wir alle werden eine Nationale Sicherheitsprämie zahlen müssen, um eine sichere Lieferkette zu gewährleisten."

Verbündete äußern Bedenken hinter verschlossenen Türen

Trotz grundsätzlicher Bereitschaft zur Zusammenarbeit gibt es unter den US-Verbündeten erhebliche Vorbehalte. Personen, die mit den vertraulichen Gesprächen zwischen Washington und ausländischen Regierungsvertretern vertraut sind, berichten von Befürchtungen, dass das neue System die Kosten für wichtige Industriezweige deutlich erhöhen könnte. Betroffen wären demnach Sektoren wie Verteidigung, Automobilbau und saubere Energien – Bereiche, die ohnehin bereits mit steigenden Energiekosten kämpfen.

Hinzu kommt die Sorge vor chinesischen Vergeltungsmaßnahmen. Peking hat seine Kontrolle über den Mineralien-Sektor in der Vergangenheit bereits als geopolitisches Druckmittel eingesetzt und dürfte auf koordinierte westliche Handelsmaßnahmen reagieren. Diese Befürchtungen treten laut den Informanten zu einem schwierigen Zeitpunkt auf, da wohlhabende Volkswirtschaften mit explodierenden Energiekosten und einer durch den Krieg im Iran ausgelösten Inflation zu kämpfen haben.

China dominiert seit Jahrzehnten den weltweiten Abbau und die Verarbeitung kritischer Mineralien. Die Sicherung der Versorgung mit Seltenen Erden ist für die Trump-Administration zu einer der obersten Prioritäten geworden, nachdem Peking im vergangenen Jahr die Lieferung von Seltenen Erden durch Exportkontrollen gedrosselt hatte. Dieser Schritt verdeutlichte eindrücklich, wie verwundbar westliche Lieferketten gegenüber chinesischen Entscheidungen sind.

Erste Signale der Bereitschaft aus Europa und Japan

Bereits Anfang dieses Jahres hatten die EU und Japan in einer gemeinsamen Erklärung signalisiert, gemeinsam mit Washington die Lieferketten für Mineralien sichern zu wollen. Darin versprachen sie, „eine plurilaterale Handelsinitiative mit gleichgesinnten Partnern für den Handel mit kritischen Mineralien zu prüfen". Der Text vom Februar nannte als mögliche Instrumente koordinierte Mindestpreise, Subventionen für Preisdifferenzen sowie Vereinbarungen zum Kauf von Mineralien untereinander zu vereinbarten Preisen.

Die Unstimmigkeiten über die konkreten Details des Vorhabens unterstreichen jedoch die Schwierigkeit, Chinas gezielten und jahrzehntelangen Investitionen in Schlüsselsektoren wirksam entgegenzuwirken. Für deutsche Unternehmen und Investoren ist die Entwicklung besonders relevant: Deutschland als Exportnation und Industriestandort ist in hohem Maße auf stabile und bezahlbare Rohstofflieferketten angewiesen – sowohl für die Automobilindustrie als auch für den Aufbau erneuerbarer Energien.

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