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USA dominiert LNG-Markt durch steigende Exporte

Neue LNG-Projekte fördern Europas Unabhängigkeit und Asiens Energiewende

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USA dominiert LNG-Markt durch steigende Exporte

In Houston findet diese Woche die jährliche Gastech-Konferenz statt, bei der führende Energieunternehmen und Regierungsvertreter zusammenkommen. Im Fokus stehen die USA, die sich in den letzten Jahren zu einem der weltweit führenden Exporteure von Flüssigerdgas (LNG) entwickelt haben. Besonders die Exportmärkte in Europa und Asien stehen im Mittelpunkt des Interesses, da Europa nach Alternativen zum russischen Gas sucht und Asien zunehmend von Kohle auf LNG umstellt. Diese Entwicklungen werden durch die Fortschritte in der Schiefergasförderung in den USA begünstigt.

Die Vereinigten Staaten haben Katar als weltweit größten LNG-Exporteur überholt, was durch neue Technologien ermöglicht wurde, die den Zugang zu großen Schiefergasreserven verbessern. Auch die USA selbst verzeichnen ein starkes Wachstum in der Erdgasproduktion. Im Jahr 2023 stieg die US-Erdgasproduktion um 4 Prozent auf 125 Milliarden Kubikfuß pro Tag. Die LNG-Exporte wuchsen im selben Zeitraum um 12 Prozent auf 11,9 Milliarden Kubikfuß pro Tag. Die Konferenz, die erstmals seit 2019 wieder in den USA stattfindet, erwartet rund 50.000 Teilnehmer aus 125 Ländern.

Die hohen Produktionsmengen haben dazu geführt, dass die Gaspreise in den USA in diesem Jahr auf ein Mehrjahrestief gefallen sind. Dies hat negative Auswirkungen auf die Produzenten, aber positive Effekte für die Verbraucher und LNG-Unternehmen, die von den großen Gasreserven profitieren. Experten prognostizieren jedoch, dass die LNG-Exporte bis 2026 stark zunehmen werden und die Nachfrage nach Erdgas entsprechend steigen wird. Diese Zunahme der Exporte könnte zu einer Erholung der Preise führen.

Neue LNG-Exportprojekte, wie das Plaquemines LNG-Exportterminal in Louisiana, das eine Exportkapazität von bis zu 20 Millionen Tonnen pro Jahr haben wird, sollen die Abhängigkeit Europas von russischem Gas weiter verringern. Gleichzeitig bieten diese Projekte den asiatischen Märkten eine klimafreundlichere Alternative zur Kohle. Im August exportierten die USA etwa 7,48 Millionen Tonnen LNG, von denen rund 43 Prozent nach Asien gingen.

Die Erdgasproduzenten in den USA sehen in den neuen LNG-Terminals eine Möglichkeit, ihre Marktposition zu stärken und die Preise zu stabilisieren. Da die Gaspreise derzeit auf etwa 2,33 Dollar pro Million British Thermal Units (mmBtu) liegen und damit unter den notwendigen 3 Dollar, um profitabel zu sein, haben einige Produzenten bereits ihre Produktion gedrosselt. Erwartet wird, dass die Preise bis zum Jahr 2025 mit dem Start der neuen LNG-Projekte wieder anziehen werden.

ErdgasLNGEnergieEuropaAsienUSA

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