Trump fordert Iran auf, weiße Flagge der Kapitulation zu hissen
US-Präsident Trump stuft Irans Militär als weitgehend handlungsunfähig ein und drängt Teheran öffentlich zu einem Abkommen.

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag im Oval Office scharfe Worte in Richtung Teheran gerichtet. Er erklärte, der Iran solle „die weiße Flagge der Kapitulation schwenken", sei dazu jedoch zu stolz. Trump stufte die militärischen Fähigkeiten des Irans dabei deutlich herab und bezeichnete das iranische Militär als weitgehend kampfunfähig.
Trump sagte vor Reportern, das iranische Militär sei darauf reduziert worden, mit „Erbsenpistolen" zu schießen. Trotz des öffentlichen Säbelrasselns wolle Teheran insgeheim ein Abkommen schließen. „Sie spielen Spielchen, aber lassen Sie mich Ihnen sagen: Sie wollen eine Einigung. Und wer würde das nicht wollen, wenn das eigene Militär völlig am Ende ist?", zitierte Reuters den US-Präsidenten.
Blockade iranischer Häfen im Fokus
Trump lobte zudem die US-Blockade iranischer Häfen in der Region in ungewöhnlich deutlichen Worten. „Sie ist wie ein Stück Stahl. Niemand wird die Blockade herausfordern. Und ich denke, dass es sehr gut läuft", sagte er. Die Blockade gilt als zentrales Druckmittel der US-Regierung gegenüber Teheran im laufenden Konflikt.
Auf die Frage von Journalisten, was der Iran tun müsste, um einen möglichen Waffenstillstand zu verletzen, gab sich Trump bewusst vage. „Nun, das werden Sie schon herausfinden, denn ich werde es Sie wissen lassen. Sie wissen, was sie nicht tun dürfen", sagte er. Konkrete rote Linien nannte er dabei nicht.
Trumps Botschaft an Teheran
Trump ließ keinen Zweifel an seiner Einschätzung der militärischen Lage. „Wenn dies ein Kampf wäre, würden sie ihn beenden", sagte er mit Blick auf den Iran. Die Aussagen unterstreichen den konfrontativen Kurs der US-Regierung gegenüber Teheran, den Trump seit seinem Amtsantritt konsequent verfolgt.
Die Äußerungen des US-Präsidenten fallen in eine Phase erhöhter Spannungen zwischen Washington und Teheran. Der Iran hat in der Vergangenheit Verhandlungsangebote öffentlich zurückgewiesen, während hinter den Kulissen diplomatische Kanäle offenbar weiterhin aktiv sind. Trumps Aussage, Teheran wolle „insgeheim" eine Einigung, deutet darauf hin, dass die US-Regierung von laufenden indirekten Kontakten ausgeht.
Für internationale Finanzmärkte und Energieinvestoren sind die Entwicklungen rund um den Iran von besonderer Bedeutung. Der Iran zählt zu den bedeutenden Ölproduzenten der Region, und jede Eskalation oder Entspannung im Konflikt mit den USA hat direkte Auswirkungen auf die globalen Energiepreise und die geopolitische Risikowahrnehmung der Märkte.
