Trump droht Iran mit Wiederaufnahme von Bombardierungen bei Scheitern
US-Präsident Trump warnt Teheran vor intensiveren Angriffen, falls Gespräche scheitern – Ölpreise bleiben trotz Hoffnung auf Einigung deutlich im Minus.

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einer Wiederaufnahme der Bombardierungen gedroht, sollte Teheran keinem Abkommen zustimmen. Die USA würden die Angriffe „mit einer viel höheren Intensität und auf einem viel höheren Niveau" fortsetzen, so Trump. Die Warnung erfolgt inmitten laufender diplomatischer Bemühungen zwischen Washington und Teheran.
Gleichzeitig kündigte Trump an, eine US-Operation zur Begleitung von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus vorerst auszusetzen. Der Präsident begründete diesen Schritt damit, dass „große Fortschritte" im Hinblick auf eine Einigung mit dem Iran erzielt worden seien. Die Blockade iranischer Häfen soll jedoch weiter fortgesetzt werden.
Straße von Hormus im Fokus des Konflikts
Die Straße von Hormus gilt als eine der strategisch wichtigsten Wasserstraßen der Welt. Durch sie fließt ein erheblicher Teil des globalen Ölhandels – eine Eskalation in dieser Region hat daher unmittelbare Auswirkungen auf die internationalen Energiemärkte. Die US-Operation zur Begleitung von Handelsschiffen war am Montag gestartet worden.
Als Reaktion auf die US-Operation hatte der Iran Handelsschiffe sowie Schiffe der US-Marine in der Meerenge unter Beschuss genommen. Darüber hinaus griff Teheran Energieanlagen in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Die Aussetzung der US-Operation wertete der Iran seinerseits als einen Rückzug der Amerikaner.
Ölpreise unter Druck
Die Entwicklungen rund um den Iran-Konflikt haben die Ölmärkte stark bewegt. Hoffnungen auf einen diplomatischen Durchbruch hatten die Ölpreise zeitweise um mehr als 10 Prozent einbrechen lassen. Zwar konnten die Preise ihre Verluste teilweise begrenzen, blieben aber dennoch deutlich im Minus.
Für deutsche Anleger und Verbraucher ist die Lage am Persischen Golf von besonderer Bedeutung: Schwankungen im Ölpreis wirken sich direkt auf Energiekosten, Kraftstoffpreise und die Inflation aus. Eine weitere Eskalation des Konflikts könnte die Energieversorgung in Europa zusätzlich unter Druck setzen.
Die Situation bleibt angespannt. Während Trump einerseits diplomatische Fortschritte betont, hält er gleichzeitig die militärische Drohkulisse aufrecht. Ob die laufenden Gespräche zu einem tragfähigen Abkommen führen, ist derzeit offen. Investoren und Märkte beobachten die Entwicklungen rund um die Straße von Hormus weiterhin mit großer Aufmerksamkeit.
