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Steigende US-Kohleexporte erreichen neue Höchststände

Internationale Märkte profitieren, während heimische Nachfrage weiter sinkt

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Steigende US-Kohleexporte erreichen neue Höchststände

Die Vereinigten Staaten haben im Jahr 2024 das höchste Volumen an thermischen Kohleexporten seit sechs Jahren erreicht. Nach Angaben des Schiffsverfolgungsdienstes Kpler wurden von Januar bis November 32,6 Millionen Tonnen Kohle exportiert, die zur Stromerzeugung verwendet wird. Dies entspricht einem geschätzten Umsatz von etwa vier Milliarden US-Dollar, basierend auf den Preisdaten der US-amerikanischen Energiebehörde EIA. Damit wird erwartet, dass die Exportzahlen im Jahr 2025 weiter steigen, insbesondere unter der neuen, fossilen Brennstoffen gegenüber wohlgesonnenen Regierung von Präsident Donald Trump.

In den Vereinigten Staaten nimmt der Anteil der Kohle an der Stromerzeugung seit über einem Jahrzehnt stetig ab und liegt mittlerweile bei weniger als 15 Prozent. Dieser Rückgang wird durch den Umstieg auf emissionsärmere Alternativen wie Erdgas begründet. Kohlekraftwerke stoßen pro erzeugter Terawattstunde etwa 945.000 Tonnen Kohlendioxid aus, während Erdgaswerke mit 604.000 Tonnen deutlich weniger Emissionen verursachen. Global gesehen bleibt jedoch Kohle ein bedeutender Energieträger und liefert über ein Drittel der gesamten Stromerzeugung. Länder wie China, Indien, die Philippinen, Vietnam und die Türkei decken 40 Prozent oder mehr ihres Strombedarfs mit Kohle und sind stark auf Importe angewiesen.

Indonesien bleibt der weltweit größte Exporteur von Kohle und wird voraussichtlich mehr als 500 Millionen Tonnen im Jahr 2024 verschiffen. Die Vereinigten Staaten, die sich auf Platz sechs der größten Exporteure befinden, haben im laufenden Jahr über eine Million Tonnen Kohle an mindestens acht verschiedene Länder geliefert. Indien ist der größte Abnehmer und hat 9,5 Millionen Tonnen oder 29 Prozent der gesamten US-Exporte aufgenommen. Weitere bedeutende Importeure sind Marokko, Ägypten und China. Auch die Niederlande, Japan, Brasilien und die Dominikanische Republik gehören zu den Abnehmern, was die breite geografische Reichweite der US-Exporte verdeutlicht.

Trotz der sinkenden Inlandsnachfrage nach Kohle in den Vereinigten Staaten wird erwartet, dass die Exportmärkte in den kommenden Jahren stabil bleiben. Insbesondere in Ländern mit schnell wachsendem Energiebedarf, der von lokalen erneuerbaren Energiequellen nicht gedeckt werden kann, bleibt die Nachfrage nach Kohle hoch. Dies stellt eine lukrative Gelegenheit für die USA und andere exportierende Nationen dar, ihre Position auf dem globalen Markt weiter auszubauen.

USAKohleExport

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