Steigende Gaslieferungen nach Österreich über die Slowakei
Stabilität trotz Streit: Gazprom hält Versorgung Europas über Ukraine aufrecht

Russische Gasexporte nach Europa über die Ukraine blieben am Dienstag stabil, während die Nominierungen von der Slowakei nach Österreich um 15,7 Prozent im Vergleich zum Montag anstiegen und damit den höchsten Stand seit dem 15. November erreichten. Diese Entwicklungen basieren auf den aktuellen Daten, die von Marktbeobachtern veröffentlicht wurden.
Die Gaslieferungen nach Österreich stehen seit Mitte November besonders im Fokus, nachdem der russische Gaslieferant Gazprom die Versorgung des Wiener Energieunternehmens OMV aufgrund eines Vertragsstreits eingestellt hatte. Andere Unternehmen sprangen ein, um die ursprünglich für OMV vorgesehenen Mengen zu übernehmen, wodurch die Gasflüsse insgesamt stabil blieben. Gazprom teilte mit, dass am Dienstag wie bereits am Montag 42,4 Millionen Kubikmeter Gas über die Ukraine nach Europa geliefert würden.
Die gestiegenen Nominierungen nach Österreich wurden durch Daten des slowakischen Netzbetreibers Eustream bestätigt. Diese zeigen auch, dass die Nominierungen von der Slowakei in die Tschechische Republik leicht zurückgingen. Gleichzeitig stiegen die Nominierungen für Gaslieferungen von der Ukraine in die Slowakei um 3,6 Prozent auf 431.702 Megawattstunden, den höchsten Wert seit dem 30. November.
Diese Entwicklungen spiegeln die Bemühungen wider, die Gasversorgung trotz der bestehenden Herausforderungen und Streitigkeiten aufrechtzuerhalten. Besonders die Steigerung der Nominierungen nach Österreich zeigt, dass alternative Mechanismen gefunden wurden, um die Energieversorgung in der Region sicherzustellen.
