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Ölpreise sinken leicht trotz Unterstützung durch China

Syrische Lage entspannt, Fed-Zinsentscheidung und Chinas Maßnahmen im Fokus

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Ölpreise sinken leicht trotz Unterstützung durch China

Die Ölpreise sind am Dienstag leicht gefallen, nachdem sich Sorgen über mögliche Auswirkungen des Sturzes des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad abgeschwächt haben. Dennoch fand der Markt Unterstützung durch Chinas Ankündigung, seine Konjunkturmaßnahmen zu verstärken. Diese könnten die Nachfrage des weltweit größten Rohölimporteurs ankurbeln. Brent-Rohöl-Futures sanken um 26 Cent, etwa 0,4 %, auf 71,88 US-Dollar pro Barrel, während die US-amerikanischen West Texas Intermediate-Rohöl-Futures um 30 Cent, ebenfalls 0,4 %, auf 68,07 US-Dollar fielen. Beide Benchmarks hatten am Montag um mehr als 1 % zugelegt.

Die Spannungen im Nahen Osten scheinen unter Kontrolle zu sein, was laut Marktstrategen zu einer Einschätzung niedriger Risiken für eine weitreichendere regionale Instabilität und daraus resultierende Unterbrechungen der Ölversorgung geführt hat. In Syrien arbeiten die Rebellen nach dem Sturz Assads daran, eine neue Regierung zu bilden und die Ordnung wiederherzustellen. Der Bankensektor und die Ölindustrie des Landes sollen ab Dienstag wieder in Betrieb genommen werden. Obwohl Syrien kein bedeutender Ölproduzent ist, hat das Land aufgrund seiner strategischen Lage und engen Verbindungen zu Russland und Iran eine hohe geopolitische Bedeutung.

Parallel dazu richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Federal Reserve. Erwartet wird eine Zinssenkung um 25 Basispunkte, die bei der Sitzung am 17. und 18. Dezember beschlossen werden könnte. Händler warten jedoch auf Inflationsdaten, die diese Aussicht noch beeinflussen könnten. Eine Zinssenkung könnte die Ölnachfrage in den USA, der größten Volkswirtschaft der Welt, stützen.

Zusätzliche Unterstützung für die Ölpreise kam von positiven Erwartungen an die chinesische Wirtschaft. Berichte deuten darauf hin, dass China im kommenden Jahr eine "angemessen lockere" Geldpolitik verfolgen wird – eine Lockerung, die erstmals seit 14 Jahren angestrebt wird, um das Wirtschaftswachstum zu fördern. Dennoch bleiben die Ölpreissteigerungen vorerst begrenzt, da die konkreten Auswirkungen der Maßnahmen auf Chinas Rohölnachfrage noch unklar sind.

Ein ermutigendes Zeichen ist der Anstieg der chinesischen Rohölimporte im November im Vergleich zum Vorjahr. Dies markiert das erste jährliche Wachstum seit sieben Monaten. Niedrigere Preise für Öl aus dem Nahen Osten sowie eine verstärkte Nachfrage nach Vorratsaufbau haben die Käufe beflügelt. Marktbeobachter hoffen auf weitere Details zu Chinas wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die die Nachfrageprognosen für Rohöl präzisieren könnten.

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