Sisi warnt: Ölpreis könnte auf 200 Dollar steigen
Ägyptens Präsident appelliert an Trump, den Iran-Konflikt zu beenden – und hält drastische Ölpreisprognosen für realistisch.

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hat auf der Energiekonferenz Egypt Energy Show 2026 in Kairo eindringlich vor einem Ölpreisanstieg auf über 200 US-Dollar pro Barrel gewarnt. Der Staatschef bezeichnete diese Prognose ausdrücklich nicht als Übertreibung, sondern als realistische Einschätzung der aktuellen Marktlage.
Sisi richtete seinen Appell direkt an US-Präsident Donald Trump und erklärte, nur Trump sei in der Lage, den Krieg in der Golfregion zu beenden. Die anhaltenden Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran gefährden nach Ansicht des ägyptischen Präsidenten die globale Energieversorgung erheblich.
Versorgungsengpässe als Preistreiber
Der ägyptische Präsident verwies auf Analysen, die bei einer weiteren Eskalation des Konflikts massive Versorgungsengpässe und drastische Preissteigerungen beim Rohöl prognostizieren. Ein Ölpreis von 200 Dollar pro Barrel würde mehr als doppelt so hoch liegen wie das aktuelle Preisniveau und hätte weitreichende Folgen für die Weltwirtschaft.
Für deutsche Verbraucher und Unternehmen wäre ein solches Szenario besonders schmerzhaft: Höhere Energiepreise würden die Inflation befeuern, die Produktionskosten der Industrie in die Höhe treiben und die Kaufkraft der Haushalte empfindlich schwächen. Deutschland als stark industrialisierte Volkswirtschaft ist in besonderem Maße von stabilen Energiepreisen abhängig.
Die Golfregion zählt zu den bedeutendsten Rohöllieferanten der Welt. Eine militärische Eskalation, die wichtige Transportrouten wie die Straße von Hormus blockieren könnte, gilt unter Analysten als eines der größten Risikoszenarien für den globalen Ölmarkt.
