ANZEIGE

Brent-Rohöl steigt auf 108 Dollar – Dow Jones erholt sich

Nahost-Eskalation und mögliche US-Militäroperation gegen Iran treiben die Ölpreise kräftig nach oben.

1 Min
Brent-Rohöl steigt auf 108 Dollar – Dow Jones erholt sich

Die Hoffnungen auf einen baldigen Waffenstillstand im Nahen Osten sind zerstoben. Weitere US-Truppen rücken in die Region vor, und die jemenitischen Huthi-Rebellen sind aktiv in den Konflikt eingetreten. Diese Entwicklungen sorgen für erhebliche Unsicherheit an den Rohstoffmärkten.

Der meistgehandelte Brent-Rohöl-Futures-Kontrakt kletterte auf rund 108 US-Dollar pro Barrel. Kontrakte mit Liefertermin im Mai erreichten sogar bis zu 116 Dollar – ein deutliches Signal für das knappe Angebot auf dem Weltmarkt. Zusätzlichen Auftrieb erhielt der Ölpreis durch Berichte des Wall Street Journal, wonach US-Präsident Donald Trump eine Militäroperation zum Abtransport iranischer Uranbestände erwägt.

Aktienmärkte suchen nach Stabilisierung

Nach einem heftigen Ausverkauf in der Vorwoche zeigen sich die US-Aktienmärkte widerstandsfähiger. Sowohl der Dow Jones Industrial Average als auch der Nasdaq Composite waren zuletzt in den Korrekturbereich gerutscht – das bedeutet einen Rückgang von mehr als zehn Prozent gegenüber dem jüngsten Höchststand. Nun scheinen die Märkte einen vorläufigen Boden gefunden zu haben.

Gleichzeitig verlagern Anleger ihren Blick: Statt der inflationären Wirkung des Krieges rückt dessen potenzieller Bremseffekt auf das globale Wirtschaftswachstum in den Fokus. Das hat die Anleiherenditen weltweit unter Druck gesetzt.

Anleiherenditen fallen – Zinserwartungen sinken

Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen fiel unter die Marke von 4,4 Prozent. Für deutsche Anleger ist das relevant, da sinkende US-Renditen oft auch europäische Zinsmärkte beeinflussen. Marktteilnehmer schraubten zudem ihre Erwartungen hinsichtlich weiterer Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed leicht zurück.

Die Gemengelage bleibt angespannt: Steigende Energiepreise belasten Verbraucher und Unternehmen weltweit, während geopolitische Risiken die Investitionsbereitschaft dämpfen. Anleger sollten die weitere Entwicklung im Nahen Osten und mögliche diplomatische Signale genau beobachten.

Brent RohölDow JonesNaher OstenUs-AnleiherenditenÖlpreis

Meistgelesene News

  1. Millennium Silver leitet Drohnenvermessung bei Nevada-Silberprojekt ein
  2. Mais-Futures unter Druck: Dollarstärke und Rekordernte belasten die Preise
  3. Geheimmission auf dem Bosporus: Schattenflotte-Tanker mit russischem Öl unterwegs
  4. Trumps Exportbremse: Droht ein US-Verbot für Diesel und Benzin?
  5. USA Rare Earth startet 1,2-Milliarden-Dollar-Magnetwerk in South Carolina

Disclaimer