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Schweröl-Knappheit in Asien: Nahost-Exporte durch Iran-Krieg gefährdet

Händler suchen verzweifelt nach Alternativen, während Bunkerkraftstoff-Preise in Singapur weiter steigen.

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Schweröl-Knappheit in Asien: Nahost-Exporte durch Iran-Krieg gefährdet

Asiatische Schweröl-Händler geraten zunehmend unter Druck. Der Iran-Krieg schränkt die Verschiffungen wichtiger Lieferanten durch die Straße von Hormus erheblich ein und treibt die Marktteilnehmer dazu, im Westen nach Ersatzladungen zu suchen.

Die Engpässe betreffen vor allem den Bunkerkraftstoffmarkt – also den Treibstoff für den Schiffsantrieb. An wichtigen Bunkerhäfen wie Singapur, dem weltweit bedeutendsten Bunkerhafen, sind in den kommenden Wochen weitere Preissteigerungen zu erwarten. Schiffseigner müssen sich auf höhere Betankungskosten einstellen.

Diese Mehrkosten werden letztlich nicht bei den Reedereien verbleiben. Transportunternehmen dürften die gestiegenen Bunkerkosten an ihre Kunden weitergeben, was die globalen Frachtpreise weiter unter Druck setzen könnte.

Starke Rallye bei schwefelreichem Schweröl

Die Erwartung eines wachsenden Versorgungsengpasses löste bereits in dieser Woche eine kräftige Preisrallye aus. Besonders stark betroffen ist schwefelreiches Schweröl (HSFO – High Sulphur Fuel Oil), das traditionell in großen Mengen aus dem Nahen Osten nach Asien geliefert wird.

Laut Daten des Analysedienstleisters Kpler passieren erhebliche Schweröl-Exportmengen regulär die Straße von Hormus in Richtung Asien. Diese strategische Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Arabischen Meer und ist eine der wichtigsten Energietransitrouten der Welt. Eine anhaltende Störung dieser Route hätte weitreichende Folgen für die asiatische Energieversorgung.

Für deutsche Unternehmen, die Waren über den Seeweg nach Asien transportieren oder von dort importieren, bedeutet die Entwicklung potenziell steigende Logistikkosten. Auch der europäische Schwerölmarkt könnte durch die erhöhte Nachfrage aus Asien nach westlichen Alternativen beeinflusst werden.

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