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Saudi-Arabien senkt Ölpreise für Asien

Niedrigste Prämien seit vier Jahren wegen schwacher Nachfrage und Konkurrenzdruck

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Saudi-Arabien senkt Ölpreise für Asien

Saudi-Arabien hat angekündigt, die offiziellen Verkaufspreise (OSP) für Rohöl in Asien auf das niedrigste Niveau seit vier Jahren zu senken. Die staatlich kontrollierte Saudi Aramco, einer der größten Ölproduzenten der Welt, reduzierte die Prämie für die Arab Light-Sorte bei Januar-Lieferungen auf 90 Cent pro Barrel über dem Oman/Dubai-Durchschnitt. Dies bedeutet eine Senkung von 80 Cent im Vergleich zur Dezember-Prämie von 1,70 US-Dollar pro Barrel. Diese Preisanpassung erfolgt vor dem Hintergrund einer schwachen Nachfrage und eines anhaltenden Wettbewerbsdrucks.

Die asiatischen Märkte, die etwa 70 % der saudischen Ölexporte aufnehmen, haben 2024 eine rückläufige Nachfrage verzeichnet. Daten zeigen, dass die Ölimporte Asiens in den ersten elf Monaten des Jahres durchschnittlich 26,58 Millionen Barrel pro Tag betrugen, was einem Rückgang von 310.000 Barrel pro Tag im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dennoch gibt es Anzeichen einer Erholung. Im November stiegen die Importe auf 27,05 Millionen Barrel pro Tag, was einem Zuwachs von fast einer Million Barrel im Vergleich zu Oktober entspricht. Dieser Anstieg wurde hauptsächlich durch China getragen, das mit 11,77 Millionen Barrel pro Tag im November einen deutlichen Zuwachs gegenüber den 10,57 Millionen Barrel im Oktober verzeichnete.

Marktanalysten sehen in der Preissenkung sowohl eine Reaktion auf die schwache Nachfrage als auch eine Strategie, um Marktanteile zurückzugewinnen. Die Marktanteile Saudi-Arabiens in Asien sind in den letzten Monaten gestiegen, von 16,7 % im August auf 21,0 % im November. Gleichzeitig hat der zweitgrößte Anbieter, Russland, einen Rückgang seiner Marktanteile verzeichnet. Von einem Höchststand von 15,8 % im Juni sanken die russischen Anteile auf 12,9 % im November.

Ein weiterer Aspekt, der die Preisanpassung beeinflusst, ist die Wechselkursentwicklung. Die jüngste Stärke des US-Dollars hat dazu geführt, dass Preisrückgänge in Dollar nicht vollständig in den lokalen Währungen asiatischer Abnehmer reflektiert werden. Während die Preise in Dollar seit Oktober um 12,4 % gefallen sind, beträgt der Rückgang in chinesischen Yuan lediglich 9,7 % und in indischen Rupien 11,6 %. Die Preisanpassung durch Aramco könnte somit dazu dienen, diese Differenzen auszugleichen.

Darüber hinaus tragen die sinkenden Prämien von Brent-Rohöl im Vergleich zu Middle-East-Benchmarks wie Dubai dazu bei, dass Wettbewerber wie Angola und Nigeria preislich attraktiver werden. Indem Aramco die Preise senkt, bleibt saudisches Öl wettbewerbsfähig und kann seine Position im asiatischen Markt stärken.

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