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Asiens Ölimporte stagnieren trotz leichter Erholung im November

Schwache Nachfrage in China beeinflusst OPEC-Entscheidungen zu Fördermengen deutlich

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Asiens Ölimporte stagnieren trotz leichter Erholung im November

Die Rohölimporte Asiens haben sich im November leicht erhöht, angeführt von einer Erholung der Einfuhren durch China, dem weltweit größten Importeur. Dennoch bleiben die Gesamtimporte der Region für das Jahr 2024 unter den Zahlen von 2023. Laut Daten von LSEG Oil Research erreichten die Importe im November 26,42 Millionen Barrel pro Tag (bpd), was einem geringen Anstieg gegenüber den 26,11 Millionen bpd im Oktober und den 26,24 Millionen bpd im September entspricht. Diese anhaltend schwachen Monatsimporte beeinflussen die bevorstehenden Beratungen der OPEC+, die am Wochenende zusammentreffen werden. Es wird erwartet, dass die Gruppe eine geplante Erhöhung der Produktionsmengen erneut verschieben wird.

Trotz des leichten Anstiegs im November bleibt die Gesamtbilanz der asiatischen Rohölimporte für 2024 rückläufig. In den ersten elf Monaten des Jahres wurden durchschnittlich 26,52 Millionen bpd importiert, was einem Rückgang von 370.000 bpd gegenüber den 26,89 Millionen bpd im gleichen Zeitraum des Vorjahres entspricht. Diese Entwicklung steht im Gegensatz zu früheren Prognosen der OPEC und der Internationalen Energieagentur, die von einem Anstieg der Nachfrage ausgingen.

OPECs jüngster Marktbericht prognostizierte, dass die Nachfrage in Asien im Jahr 2024 um 1,04 Millionen bpd steigen wird. Insbesondere China sollte demnach 450.000 bpd mehr Rohöl benötigen, Indien 250.000 bpd und der Rest Asiens 340.000 bpd. Seit Juli hat die OPEC ihre Prognosen jedoch monatlich nach unten korrigiert. So wurde der erwartete Nachfragezuwachs Chinas von 760.000 bpd im Juli auf 450.000 bpd im November gesenkt. Diese Anpassungen spiegeln sich auch in den tatsächlichen Importzahlen Chinas wider, die im November mit geschätzten 11,62 Millionen bpd zwar einen Höchststand der letzten drei Monate erreichten, für das Gesamtjahr aber rückläufig bleiben.

Im Zeitraum von Januar bis Oktober 2024 lagen Chinas Rohölimporte bei durchschnittlich 10,94 Millionen bpd, ein Rückgang von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Während Marktbeobachter auf diese Schwäche zunehmend reagieren, zeigen sich die Auswirkungen bereits seit Monaten in den Preisen. Der globale Benchmark Brent fiel von seinem Jahreshoch von 92,18 US-Dollar pro Barrel im April auf ein 33-Monats-Tief von 69,19 US-Dollar im September und hat sich seither seitwärts bewegt. Preisspitzen resultierten vor allem aus geopolitischen Spannungen im Nahen Osten sowie dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine.

Mit Blick auf die bevorstehende OPEC+-Sitzung am 1. Dezember wird erwartet, dass die Gruppe ihre geplanten Produktionssteigerungen auf einen späteren Zeitpunkt verschiebt. Ursprünglich sollte die Produktion im Jahr 2024 schrittweise erhöht werden, doch die schwache Nachfrage aus Asien, insbesondere aus China, hat diese Pläne vorerst zum Erliegen gebracht. Analysten rechnen nun mit einer Anpassung der Fördermengen erst nach dem ersten Quartal des nächsten Jahres.

AsienRohölImport

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