Russische Gaslieferungen nach Europa bleiben stabil
Streit mit OMV führt zu Umleitungen und niedrigeren Niveaus in Österreich

Der russische Gaskonzern Gazprom hat angekündigt, am Dienstag 42,4 Millionen Kubikmeter Gas über die Ukraine nach Europa zu liefern, was dem Volumen des Vortages entspricht. Gleichzeitig stiegen die Nominierungen für Gaslieferungen von der Slowakei nach Österreich leicht an. Dies geschieht vor dem Hintergrund eines Vertragsstreits zwischen Gazprom und dem österreichischen Unternehmen OMV, der dazu führte, dass Gazprom die Lieferungen an OMV am Samstag einstellte.
Die Lieferungen an OMV wurden gestoppt, nachdem das Unternehmen angedroht hatte, einen Teil des Gases von Gazprom als Entschädigung für einen gewonnenen Schiedsgerichtsprozess einzubehalten. Trotz dieser Auseinandersetzung blieben die täglichen Gasflüsse nach Europa über die Ukraine stabil, und auch die Lieferungen nach Österreich wurden fortgesetzt.
Die Nominierungen, also die Kundenanfragen für Gasflüsse von der Slowakei nach Österreich, erhöhten sich am Dienstag um 6 % im Vergleich zum Montag. Sie lagen jedoch weiterhin etwa 12 % unter dem Niveau, das vor der Einstellung der Lieferungen an OMV beobachtet wurde. Es bleibt unklar, welche Kunden derzeit das ursprünglich für OMV vorgesehene Gas beziehen.
Die Nominierungen für Gasflüsse von der Slowakei in die Tschechische Republik blieben weitgehend auf dem Niveau der Vortage im laufenden Monat. Auch die Anfragen für Gaslieferungen aus der Ukraine in die Slowakei zeigten kaum Veränderungen. Die Nominierungen für Gasflüsse aus der Slowakei blieben insgesamt stabil, wie aus Daten des slowakischen Netzbetreibers Eustream hervorgeht.
