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Rückgang bei Anglo American: Kupfer- und Diamantenproduktion gesunken

Anglo American prüft weitere Kürzungen, hält jedoch an Jahresprognose fest

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Rückgang bei Anglo American: Kupfer- und Diamantenproduktion gesunken

Der globale Bergbaukonzern Anglo American hat im dritten Quartal des Jahres 2024 einen deutlichen Rückgang in der Produktion von Kupfer und Diamanten verzeichnet. Laut Angaben des Unternehmens sank die Kupferproduktion in diesem Zeitraum um 13%, während die Produktion von Rohdiamanten um 25% zurückging. Trotz dieser Rückgänge hält das Unternehmen jedoch an seiner Produktionsprognose für das Gesamtjahr 2024 fest.

Die Diamantensparte des Unternehmens, De Beers, prüft derzeit weitere Maßnahmen zur Reduzierung der Produktion, da die Nachfrage anhaltend niedrig ist. In den ersten neun Monaten des Jahres fiel die Kupferproduktion um 4% auf 575.000 Tonnen, und die Diamantenproduktion ging um 21% auf 18,9 Millionen Karat zurück. Dennoch erwartet Anglo American, im gesamten Jahr zwischen 730.000 und 790.000 Tonnen Kupfer sowie 23 bis 26 Millionen Karat Rohdiamanten zu produzieren.

Die Aktien des Unternehmens, die in diesem Jahr bereits um etwa 18% gestiegen sind, verzeichneten einen Anstieg von 2,2% nach der Veröffentlichung dieser Daten. Anglo American ist derzeit in einem Umstrukturierungsprozess, bei dem der Fokus verstärkt auf Kupfer, einem wichtigen Metall für die Energiewende, gelegt wird. Dies erfolgt unter anderem nach der Abwehr eines Übernahmeangebots in Höhe von 49 Milliarden Dollar durch den Konkurrenten BHP Group im Mai 2024.

Kupfer wird nach Abschluss der Umstrukturierung etwa 60% des Geschäfts von Anglo American ausmachen. Dies wird durch den Verkauf von Stahlkohle-Assets in Australien, Nickelminen in Brasilien sowie den geplanten Ausstieg aus dem Diamantengeschäft und dem Platinbereich in Südafrika ermöglicht. Neben den Kupferminen in Chile behält das Unternehmen auch Eisenerzminen in Südafrika und Brasilien sowie das Düngemittelprojekt Woodsmith in Großbritannien, dessen Entwicklung jedoch verlangsamt wurde.

Darüber hinaus meldete Anglo American einen Rückgang in der Stahlkohlenproduktion um 6% im dritten Quartal, nachdem die Grosvenor-Mine in Queensland nach einem unterirdischen Brand geschlossen wurde. Infolgedessen hat das Unternehmen seine Produktionsprognose für das Jahr 2024 auf 14 bis 15,5 Millionen Tonnen herabgesetzt. Ein Verkaufsprozess der Stahlkohle-Assets ist bereits in der Endphase, und eine Verkaufsvereinbarung wird in den kommenden Monaten erwartet.

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