Rua Gold beantragt Fast-Track-Genehmigung für Auld-Creek-Mine in Neuseeland
Rua Gold hat einen substanziellen Fast-Track-Antrag für das Gold-Antimon-Projekt Auld Creek in Neuseeland eingereicht, der nun auf Vollständigkeit geprüft wird. Das Unternehmen peilt die wichtigsten Genehmigungen bis Mitte 2027 an und treibt parallel die

Der an der TSX notierte Goldexplorer Rua Gold hat einen umfassenden Antrag nach dem neuseeländischen Fast-Track-Approvals-Gesetz für sein Gold-Antimon-Projekt Auld Creek im Reefton Goldfield auf der Südinsel Neuseelands gestellt. Die Einreichung erfolgte, nachdem das Projekt für den Fast-Track-Prozess freigegeben worden war, und stellt einen bedeutenden Schritt in der Entwicklung des Unternehmens vom Explorationsunternehmen hin zum Bergbauentwickler dar. Mit dem Antrag sollen die notwendigen Genehmigungen für das geplante Untertagebergwerk und die dazugehörige Infrastruktur über ein gebündeltes Bewilligungsverfahren eingeholt werden.
Simon Delander, Vice President bei Rua, betont, dass der Antrag die umfassenden umwelt-, sozial- und technikbezogenen Untersuchungen zusammenfasst, die das Unternehmen gemeinsam mit unabhängigen Gutachtern durchgeführt hat, ergänzt durch Gespräche mit den Stakeholdern. „Unser Schwerpunkt liegt nun darauf, den Prüfprozess zu begleiten und auf Rückfragen zu weiteren Informationen zu antworten. Wir danken Ngāti Waewae, der Gemeinde Reefton, den umliegenden Gemeinden der Westküste und allen, die zu diesem Meilenstein beigetragen haben“, so Delander. „Die Westküste blickt auf eine lange Bergbautradition zurück, und wir freuen uns darauf, das nächste Kapitel des Bergbaus für Reefton und die Westküste zu schreiben.“
Der Antrag vereint umfangreiche Umweltverträglichkeits- und Sozialstudien
Robert Eckford, CEO von Rua, bezeichnet die Einreichung des substanziellen Antrags als großen Fortschritt auf dem Weg zur Wiederaufnahme der Gold- und Antimonförderung in Reefton. „Auld Creek hat das Potenzial, als Anker für eine größere Operation im Reefton Goldfield zu dienen, qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen und lokalen Unternehmen Chancen zu eröffnen, während gleichzeitig das weltweite Defizit in der Antimonversorgung verringert wird“, erklärt Eckford.
Das Auld-Creek-Projekt von Rua wurde zunächst von der neuseeländischen Regierung im Rahmen eines Fast-Track-Verweisungsverfahrens begutachtet. Die Umweltschutzbehörde (EPA) akzeptierte den Verweisungsantrag, sodass Rua den substanziellen Antrag einreichen konnte. Das Unternehmen gibt an, dass der Antrag die geplanten Entwicklungsvorhaben sowie die begleitenden Gutachten zusammenfasst, die vom Unternehmen und seinen externen Beratern erstellt wurden.
Die Untersuchungen decken Bereiche wie Wasserqualität, Ökologie, Landschaftsbild und optische Auswirkungen, Luftqualität, Verkehr, Geochemie, Erosions- und Sedimentkontrolle sowie die Stilllegung des Bergwerks ab, ergänzt durch soziale und wirtschaftliche Aspekte. Die Vorbereitung des Antrags wurde durch die Konsultation von Ngāti Waewae, lokalen Gemeinden, Räten, Aufsichtsbehörden und weiteren Stakeholdern geprägt. Rua plant, diesen Dialog während des gesamten Prüfverfahrens und der weiteren Verfeinerung des Projektdesigns fortzuführen.
Der Antrag durchläuft nun gesetzliche Prüfungen auf Vollständigkeit
Der Antrag wird nun gemäß dem Fast-Track-Approvals Act 2024 auf seine Vollständigkeit hin überprüft und bewertet. Erst wenn er die Vollständigkeitsanforderungen erfüllt, wird ein Expertenpanel für eine umfassende Bewertung des Projekts eingesetzt. Wie das Unternehmen erläutert, erlaubt das Fast-Track-Verfahren berechtigten Projekten, Genehmigungen nach mehreren Gesetzen in einem einzigen Prozess zu beantragen. Nach der Einreichung folgen Prüfungen auf Vollständigkeit und Umfang, bevor ein unabhängiges Expertenpanel den Antrag bewertet und über die Erteilung von Genehmigungen sowie deren Bedingungen entscheidet.
Das Unternehmen weist darauf hin, dass sein Zieltermin für die Genehmigung Mitte 2027 weiterhin vom Prüfverfahren, möglichen Nachforderungen, Aussetzungen und eventuellen Berufungen abhängt. Die Einreichung des Antrags stellt noch keine Genehmigung des Projekts dar. Parallel dazu arbeitet Rua an der Vorstudie (Prefeasibility Study, PFS), die den geplanten Abbau- und Aufbereitungsansatz sowie die Wirtschaftlichkeit des Projekts bewerten soll.
Das Unternehmen stellt klar, dass jede Entscheidung zur Weiterentwicklung von den Ergebnissen technischer und wirtschaftlicher Studien, dem Erhalt der erforderlichen Genehmigungen, der Finanzierung und einer endgültigen Investitionsentscheidung abhängt. Die Genehmigungs- und technischen Studien laufen parallel; die Fertigstellung der PFS ist für das vierte Quartal dieses Jahres vorgesehen. Rua bekräftigt, weiterhin darauf hinzuarbeiten, die wesentlichen Projektgenehmigungen bis Mitte 2027 zu erhalten – vorbehaltlich der Annahme des Antrags, der behördlichen Prüfung und einer positiven Entscheidung.
Das Projekt soll über 200 Arbeitsplätze schaffen
Das Projekt ist als Untertage-Bergwerk für Gold und Antimon mit einer anfänglichen Betriebsdauer von acht Jahren geplant. Es soll voraussichtlich mehr als 200 Beschäftigungsverhältnisse schaffen und rund 240 Millionen neuseeländische Dollar zur regionalen Wirtschaft beitragen. Aus Sicht deutscher Rohstoff-Anleger zeigt dieser Fall, wie Junior-Explorer in ausländischen Jurisdiktionen den langwierigen Weg von der Exploration über Genehmigungsverfahren bis hin zur möglichen Produktion gehen – ein Prozess, der von behördlichen Auflagen und technischen Studien geprägt ist und mit erheblichen Unsicherheiten verbunden bleibt.
