IAMGOLD produziert 186.900 Unzen Gold und bestätigt Jahresziel
Der Goldproduzent IAMGOLD hat im dritten Quartal 186.900 Unzen gefördert und liegt damit im Plan für die Jahresprognose von bis zu 820.000 Unzen. Der Rückkauf einer Franco-Nevada-Royalty stärkt zudem die Exposition an der kanadischen Goldmine Côté.

Der an der Börse Toronto notierte Goldproduzent IAMGOLD hat im dritten Quartal bis zum 30. September insgesamt 186.900 Unzen des Edelmetalls gefördert. Nach Angaben des Unternehmens bewegt man sich damit weiterhin im Rahmen der Jahresprognose von 720.000 bis 820.000 Unzen. Dies gab Konzernchef und Präsident Renaud Adams bekannt.
„Der operative Cashflow aus dem Bergbau belief sich auf 404 Millionen US-Dollar, während sich unser Nettobestand an Barmitteln erhöhte, was zu einer verfügbaren Liquidität von 1,6 Milliarden US-Dollar führte“, erläuterte Adams. Darüber hinaus seien den Aktionären über das Aktienrückkaufprogramm weitere 135 Millionen US-Dollar zugeflossen. Zusammengenommen belaufen sich die Rückkäufe seit dem Start des Programms im Dezember des Vorjahres auf annähernd 600 Millionen US-Dollar.
Westwood steuert auf den oberen Bereich der Produktionszielspanne zu
Der kanadische Goldkomplex Westwood nähert sich laut Adams dem oberen Ende seiner prognostizierten Fördermenge. Maßgeblich hierfür war höherwertiges Erz aus dem Untertagebau, das den soliden freien Cashflow aus dem Bergbau in den neun Monaten bis zum 30. September gestützt habe. Parallel dazu blieb die Goldmine Essakane in Burkina Faso im Berichtszeitraum ein wesentlicher Cashflow-Lieferant und trug so zu den Ausschüttungen an die Anteilseigner bei.
Auch die kanadische Goldmine Côté verzeichnet Fortschritte im operativen Geschäft. Erstmals seit Inbetriebnahme absolvierte sie ein vollständiges Quartal ohne die Unterstützung eines externen Dienstleisters für die Aufbereitung und lag im September oberhalb der Nennkapazität. Nach Einschätzung des Managements ist die Mine damit gut positioniert, um im vierten Quartal bis zum 31. Dezember ihr bislang stärkstes Quartal des Jahres zu realisieren.
Rückkauf der Franco-Nevada-Royalty steigert das Exposure an Côté
Für die folgenden Quartale kündigte Adams mehrere bedeutende Meilensteine an. Der überarbeitete Abbaubauplan für Côté, der noch in diesem Jahr vorgelegt werden soll, gilt als erster einer Reihe von Studien, die das Portfolio bis 2027 betreffen. Darunter fallen eine Verlängerung der Minenlebensdauer für Essakane, eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung des Nelligan Mining Complex sowie Möglichkeiten für eine untertägige Erweiterung in Westwood.
Am 5. November übermittelte IAMGOLD Franco Nevada eine unwiderrufliche Mitteilung und zog damit sein vertraglich verbrieftes Recht ein, 50 Prozent der bestehenden 7,5-prozentigen Gross-Margin-Royalty von FNV an der Goldmine Côté zurückzuerwerben. Mit Vollzug des Rückkaufs sinkt die an FNV abzuführende GMR von 7,5 auf 3,75 Prozent. „Der bevorstehende Rückerwerb der Hälfte der Royalty von Franco-Nevada an Côté wird unsere Beteiligung an einer der größten Goldminen Kanadas spürbar ausweiten“, betonte Adams. Mit einer soliden Bilanz, einer klaren Wachstumspipeline und langfristigen kanadischen Assets arbeite man daran, IAMGOLD zu einem führenden, modernen und auf Kanada konzentrierten Goldproduzenten zu entwickeln.
Der Umsatz liegt bei 856,5 Millionen US-Dollar bei einem realisierten Goldpreis von 4.277 Dollar
IAMGOLD verbuchte im Quartal Erlöse von 856,5 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf von 199.900 Unzen Gold zu einem durchschnittlich realisierten Goldpreis von 4.277 US-Dollar je Unze. Über die ersten neun Monate bis zum 30. September summierten sich die Einnahmen auf 2,74 Milliarden US-Dollar aus dem Verkauf von 606.500 Unzen zu einem durchschnittlich erzielten Goldpreis von 4.514 US-Dollar je Unze.
Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Tilgung (EBITDA) belief sich im Quartal auf 584,4 Millionen US-Dollar, das bereinigte EBITDA auf 503,9 Millionen US-Dollar. Zum Stichtag verfügte IAMGOLD über liquide Mittel von 1,61 Milliarden US-Dollar. Im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms wurden im Quartal eigene Anteile im Wert von 134,7 Millionen US-Dollar erworben. Vorausgesetzt die TSX erteilt die erforderliche Genehmigung, beabsichtigt IAMGOLD, fortlaufend Cashflows aus Essakane für den Rückkauf eigener Aktien zu verwenden, sobald diese generiert und repatriiert werden.
Ergänzend vermeldet der Konzern den Abschluss einer Veräußerung: Am 10. August gab IAMGOLD bekannt, seinen 35-Prozent-Anteil am Joint Venture Bambadji im Senegal für Nettoerlöse in Höhe von 48 Millionen US-Dollar verkauft zu haben. Damit habe man ein nicht zum Kerngeschäft zählendes Explorationsvermögen monetarisiert und den Fokus auf das operative sowie das Entwicklungsportfolio gestärkt.
Für das Gesamtjahr erwartet IAMGOLD eine Produktion von 720.000 bis 820.000 Unzen
Die gesamte attributable Goldproduktion von IAMGOLD wird für das Jahr 2026 in einer Spanne von 720.000 bis 820.000 Unzen erwartet. Die höchste Produktion soll im vierten Quartal aus Côté kommen, gestützt durch gesteigerte Verarbeitungsraten und höhere Gehalte, da sich die jüngsten operativen Verbesserungen zunehmend auszahlen und die Mine in höherwertige Zonen vordringt. Die Produktionsprognose schließt jegliche potenzielle Förderung aus dem goldhaltigen Schlammmaterial aus, das im Tank der Electrowinning-Lösung (Pregnant Solution) in Westwood entdeckt wurde.
Auf konsolidierter Ebene, ohne Berücksichtigung von Royalties, dürften die Cash Costs in der oberen Hälfte der Spanne von 1.100 bis 1.250 US-Dollar je Unze liegen. Die niedrigsten Cash Costs werden für das vierte Quartal erwartet, was den prognostizierten Produktionsanstieg bei Côté widerspiegelt. Für Anleger ergibt sich aus dem Zusammenspiel hoher realisierter Goldpreise, sinkender Kosten im Schlussquartal und fortlaufender Aktienrückkäufe eine Kombination, die sich unmittelbar auf die Kennzahlen je Aktie auswirken kann.
