ANZEIGE

Rohöl auf Höhenflug: Brent-Kurs steigt nach Iran-Eskalation auf 91 Dollar

Die Rohölnotierungen steigen nach erneuten militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran auf 91 Dollar je Barrel. Ein möglicher Öl-Deal mit Venezuela sowie ein erwogener OPEC-Austritt des Landes könnten mittelfristig preisdämpfend wirke

• 3 Min
Rohöl auf Höhenflug: Brent-Kurs steigt nach Iran-Eskalation auf 91 Dollar

Die erneuten Spannungen zwischen Washington und Teheran haben die Rohölnotierungen zum Wochenstart kräftig anziehen lassen. Ein Fass der Nordseesorte Brent verteuerte sich auf 91 US-Dollar, was einem Anstieg von rund drei Prozent entspricht. Hintergrund ist eine weitere militärische Auseinandersetzung: US-Truppen griffen Einrichtungen der iranischen Revolutionsgarden an, während diese ihrerseits Raketen auf amerikanische Militärbasen in der Region abfeuerten.

Der Rohölmarkt wird damit von einem Thema dominiert, das ihn bereits seit einem halben Jahr in Atem hält. Die Preise reagieren seit Monaten empfindlich auf jede Entwicklung aus der Krisenregion. Das gegenwärtige Niveau liegt um fast 30 Prozent über dem Zwischentief von Anfang Juli, als sich die Lage zwischenzeitlich etwas beruhigt hatte.

Fachleute sehen begrenztes Aufwärtspotenzial

Trotz der jüngsten Zuspitzung fiel der Preissprung aus Expertensicht moderat aus. Das Handelshaus Pepperstone bewertet die Lage wie folgt: "Derzeit ist wenig Bereitschaft erkennbar, den Ölpreis deutlich nach oben zu treiben." Die Marktteilnehmer scheinen die Kampfhandlungen demnach nicht als Auftakt einer großflächigen Eskalation zu betrachten, welche die Rohölversorgung ernsthaft gefährden könnte.

Parallel dazu zeichnet sich am Horizont ein möglicherweise preisdämpfender Faktor ab: die Ölvereinbarung mit Venezuela. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende ein Abkommen mit dem südamerikanischen Staat bekanntgegeben. Zwar sind die Einzelheiten bislang nur vage erkennbar, doch die grundsätzliche Richtung veranlasst die Märkte zum Nachdenken.

Venezuela-Abkommen könnte Ölmenge steigern

Im Zentrum steht die Wiederbelebung der venezolanischen Ölproduktion. Falls diese gelingt, könnte zusätzliches Rohöl auf den globalen Markt gelangen. Die venezolanische Übergangspräsidentin Delcy Rodriguez bezifferte das Volumen des Deals auf 17 Ölfelder mit bestätigten Reserven von 65 Milliarden Barrel. Zum Vergleich: Der weltweite Jahresverbrauch liegt derzeit bei rund 40 Milliarden Barrel.

Allerdings bestehen zahlreiche Unwägbarkeiten. Völlig offen ist etwa, ob große US-Konzerne bereit sind, Milliardeninvestitionen in Venezuela zu riskieren. Auch der zeitliche Rahmen bleibt vage – wann tatsächlich zusätzliches Öl aus dem Land fließen könnte, ist ungewiss. Hinzu kommt die Frage, ob das ungewöhnliche Abkommen, dessen Wortlaut nicht veröffentlicht wurde, künftige Regierungen in beiden Staaten überdauert.

Selbst im optimistischsten Fall wäre eine deutliche Steigerung der venezolanischen Förderung keine Frage von Monaten, sondern von Jahren. Eine kurzfristige Entspannung an den Ölmärkten ist von dieser Seite also nicht zu erwarten.

Austritt aus der OPEC als möglicher Preisfaktor

Ein anderer Punkt könnte hingegen rascher wirken. Der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge erwägt Caracas im Zuge des Öl-Deals den Austritt aus der OPEC. Ein solcher Schritt würde das Förderkartell weiter schwächen – nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate im Mai dieses Jahres bereits der zweite prominente Abgang. Venezuela zählte 1960 zu den fünf Gründungsmitgliedern der Organisation.

Für das südamerikanische Land hätte ein OPEC-Austritt mehrere Vorzüge: Der Wegfall von Förderbeschränkungen würde ein Hochfahren der eigenen Produktion erleichtern. Zudem würden sich die wirtschaftlichen Beziehungen zu den USA weiter normalisieren, was den Weg für eine komplette Aufhebung der amerikanischen Sanktionen ebnen könnte.

Ein OPEC-Austritt Venezuelas würde die Ölpreise mit großer Wahrscheinlichkeit belasten – ein positiver Aspekt für Verbraucher und rohstoffverarbeitende Unternehmen, aber eine Belastung für Ölwerte und Förderländer.

DAX gibt nach – Rekordrally vorerst gestoppt

Die steigenden Ölpreise belasteten am Montag auch den deutschen Aktienmarkt. Der DAX verlor bis zum frühen Nachmittag rund 0,7 Prozent auf 26.393 Punkte. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex noch einen Höchststand bei 26.618 Zählern markiert. Die geopolitischen Spannungen am Persischen Golf und die daraus resultierende Verunsicherung setzen die zuletzt äußerst positive Stimmung an den Börsen damit vorerst unter Druck.

ÖlpreisRohöl BrentVenezuelaOPECIran KonfliktDAXGeopolitik

Meistgelesene News

  1. Lieferketten in Gefahr: EPC-Canada-Chef sieht massive Sprengstoffrisiken für Minen
  2. Ukraine-Getreidekonflikt: EU-Bauern bremsen geopolitische Ambitionen aus
  3. CleanTech Lithium erwirbt vielversprechende Claims im Salar de Antofalla
  4. Spanish Mountain Gold meldet oberflächennahe Goldfunde aus Machbarkeitsbohrungen
  5. Rohöl über 104 Dollar: Geopolitische Risiken treiben die Preise, Konzerne setzen auf Nahost

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Disclaimer

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation: Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London, SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung: Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze. Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen: Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter. In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten: Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. (Rohstoffaktien.news) und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten: Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde: Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.