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Phillips 66 muss Millionenstrafe zahlen

Propel wirft dem Energieunternehmen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen vor und siegt vor Gericht

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Phillips 66 muss Millionenstrafe zahlen

Das US-amerikanische Energieunternehmen Phillips 66 wurde von einem Gericht in Kalifornien dazu verurteilt, dem Biokraftstoffhersteller Propel Fuels eine Summe von 604,9 Millionen Dollar zu zahlen. Grund für die Schadensersatzzahlung ist die unerlaubte Nutzung von Geschäftsgeheimnissen, die Propel im Rahmen von Verhandlungen mit Phillips 66 offengelegt hatte. Diese Informationen nutzte Phillips laut einem Urteil einer Geschworenenjury in Oakland, um seine eigenen Kapazitäten im Bereich erneuerbarer Kraftstoffe auszubauen.

Propel Fuels, ein Unternehmen mit Sitz in Sacramento, Kalifornien, spezialisiert sich auf die Herstellung und den Vertrieb von emissionsarmen Benzin- und Dieselkraftstoffen. Im Jahr 2017 nahm Phillips 66 Kontakt zu Propel auf, um über eine mögliche Übernahme zu sprechen. Ziel war es, die Erneuerbare-Kraftstoff-Sparte von Phillips in Kalifornien auszubauen, wo staatliche Anreize für die Produktion und den Verkauf von kohlenstoffarmen Kraftstoffen existieren. Propel gab während dieser Verhandlungen vertrauliche Informationen preis, darunter finanzielle Daten und strategische Geschäftspläne.

Im Jahr 2018 zog sich Phillips jedoch unerwartet aus den Verhandlungen zurück. Kurz darauf, im Jahr 2019, begann das Unternehmen mit dem Verkauf eigener erneuerbarer Kraftstoffe. Daraufhin reichte Propel im Jahr 2022 eine Klage beim Gericht in Alameda County ein. Propel beschuldigte Phillips, ihre Geschäftsgeheimnisse unrechtmäßig verwendet zu haben, um sich einen Wettbewerbsvorteil auf dem kalifornischen Markt für erneuerbare Kraftstoffe zu verschaffen.

In der Klage argumentierte Propel, dass Phillips 66 ohne den Zugang zu den vertraulichen Informationen von Propel weder Erfahrungen noch Kenntnisse im Bereich der erneuerbaren Kraftstoffe hatte. Vor den Verhandlungen mit Propel hatte das Unternehmen laut der Klage keinerlei erneuerbare Kraftstoffe verkauft. Phillips 66 wies die Vorwürfe zurück und äußerte Enttäuschung über das Urteil. Ein Sprecher von Phillips 66 erklärte, das Unternehmen werde alle rechtlichen Möglichkeiten sorgfältig prüfen, um auf das Urteil zu reagieren.

USAStrafePhillips 66KraftstoffGericht

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