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US-Ethanolproduktion auf Rekordniveau trotz sinkender Bestände

Exporte und steigende Benzinnachfrage halten US-Vorräte stabil

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US-Ethanolproduktion auf Rekordniveau trotz sinkender Bestände

Die US-Ethanolproduktion hat in den letzten Monaten Rekordwerte erreicht, wobei günstiger Mais und niedrige Erdgaspreise die Gewinnspannen der Hersteller gestützt haben. Trotz dieser erhöhten Produktion sind die Ethanolbestände in den USA aufgrund einer steigenden Nachfrage nach Benzin, das nahezu den höchsten Stand seit drei Jahren erreicht hat, sowie durch verstärkte Exporte zurückgegangen. Besonders die Exporte haben dazu beigetragen, die Ethanolvorräte zu reduzieren, obwohl die Produktion weiterhin auf einem hohen Niveau liegt.

Die USA produzieren über die Hälfte des weltweiten Ethanols und sind der führende Anbieter auf dem globalen Markt. In den letzten fünf Monaten wurden kontinuierlich neue monatliche Exportrekorde aufgestellt. Laut Daten des US Census Bureau beliefen sich die Ethanol-Exporte im Zeitraum von September 2023 bis August 2024 auf 6,6 Milliarden Liter, was einen neuen Rekord für den amerikanischen Maiswirtschaftsjahreszeitraum darstellt. Kanada war der größte Abnehmer von US-Ethanol mit einem Anteil von 37 %, gefolgt von Großbritannien mit 13 %, das sich als relativ neuer Kunde etabliert hat. Diese Handelsbeziehungen wurden durch die globale Nachfrage nach saubereren Brennstoffen verstärkt.

Auch Indien, das den drittgrößten Markt für US-Ethanol darstellt, hat aufgrund der hohen Nachfrage nach Mais-Ethanol seine heimischen Maispreise auf Rekordhöhen getrieben und ist zu einem Nettoimporteur von Mais geworden. Indien versucht, seine Abhängigkeit von zuckerbasiertem Ethanol, das vorwiegend von Brasilien geliefert wird, zu verringern, um eine ausreichende Zuckerproduktion zu gewährleisten. Brasilien, der zweitgrößte Ethanol-Exporteur der Welt, hat in den letzten Jahren ebenfalls seine Mais-Ethanolproduktion erheblich gesteigert, die inzwischen mehr als 20 % seiner gesamten Ethanolproduktion ausmacht.

Die US-amerikanischen Ethanolbestände sind letzte Woche um über 5 % gesunken und haben den niedrigsten Stand seit Dezember erreicht. Trotzdem bleiben die Vorräte für diese Jahreszeit überdurchschnittlich hoch. Ohne die starken Exporte wäre die Situation jedoch weitaus schwieriger gewesen, insbesondere angesichts der robusten Produktionsmengen. Analysten gehen davon aus, dass die Produktion und die Exporte in den kommenden Monaten hoch bleiben könnten, insbesondere wenn die erwartete Rekord-Maisernte eintrifft. Die US-Landwirtschaftsbehörde rechnet damit, dass die laufende Maisernte die zweitgrößte in der Geschichte sein wird.

RohstoffeEthanolUSABenzin

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