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Ölpreis springt auf 115 Dollar nach Huthi-Angriff auf Israel

Die Eskalation im Nahen Osten treibt Brent-Rohöl auf über 115 Dollar – Iran-Konflikt weitet sich gefährlich aus.

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Ölpreis springt auf 115 Dollar nach Huthi-Angriff auf Israel

Die Ölpreise haben am Montag deutlich zugelegt, nachdem die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen erstmals seit Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran Angriffe auf israelisches Territorium gestartet haben. Der Brent-Terminkontrakt stieg um 3,16 Dollar oder 2,81 Prozent auf 115,73 Dollar pro Barrel – nach einem bereits starken Plus von 4,2 Prozent am Freitag. Die Märkte reagieren damit auf eine deutliche Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten.

Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) notierte zur gleichen Zeit bei 102,77 Dollar pro Barrel, ein Anstieg von 3,13 Dollar oder 3,14 Prozent. Auch WTI hatte in der Vorwoche bereits kräftig zugelegt – mit einem Gewinn von 5,5 Prozent in der letzten Handelssitzung. Binnen weniger Tage hat sich der Ölpreis damit erheblich verteuert.

Konflikt weitet sich auf amerikanische Ziele aus

Besonders beunruhigend für die Märkte: Der Iran warnte die USA ausdrücklich vor einem Bodenangriff und drohte, amerikanische Ziele in die Auseinandersetzung einzubeziehen. Diese Eskalationsstufe erhöht das geopolitische Risiko erheblich und sorgt für zusätzliche Nervosität an den Energiemärkten. Anleger befürchten mögliche Störungen der Ölversorgung aus der strategisch wichtigen Golfregion.

Auch der Goldpreis legte leicht zu, da Investoren in Krisenzeiten traditionell auf den sicheren Hafen des Edelmetalls setzen. Die Kombination aus steigenden Öl- und Goldpreisen signalisiert eine erhöhte Risikowahrnehmung an den globalen Finanzmärkten. Für deutsche Verbraucher und Unternehmen dürften steigende Rohölpreise mittelfristig höhere Energie- und Spritkosten bedeuten.

Energieaktien im Fokus der Anleger

Der Preisanstieg bei Rohöl beflügelt gleichzeitig Aktien aus dem Energiesektor. Einzelne Titel verzeichnen bereits Kursgewinne von über 56 Prozent und könnten nach Einschätzung von Analysten weiteres Potenzial besitzen. Anleger beobachten die geopolitische Lage genau, da eine weitere Eskalation des Konflikts die Ölversorgung aus dem Nahen Osten ernsthaft gefährden könnte.

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