Nahostkonflikt treibt Ölpreis auf 120 Dollar und erschüttert Märkte
Die Schließung der Straße von Hormus löst einen globalen Energieschock aus und bedroht die Eurozone mit Stagflation.

Die globalen Finanzmärkte stehen unter massivem Druck. Eine dramatische Eskalation des Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran hat die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Energietransitrouten der Welt – faktisch blockiert. Der Brent-Rohölpreis ist daraufhin auf knapp 120 US-Dollar pro Barrel gestiegen und versetzt Anleger weltweit in Alarmbereitschaft.
Die wirtschaftlichen Folgen sind bereits spürbar. Analysten von Barclays warnen vor einem Szenario, das an die Stagflation der 1970er-Jahre erinnert: Sollten die hohen Energiepreise anhalten, könnte das BIP-Wachstum der Eurozone um 0,4 Prozentpunkte sinken, während die Inflation um 1,2 Prozentpunkte steigen dürfte. Europäische Börsen reagieren mit deutlichen Abschlägen – Deutschlands DAX wird mit einem Rückgang von rund 2,67 Prozent erwartet, ähnliche Verluste drohen in Frankreich und Italien.
Besonders der Anleihemarkt gerät unter Druck. Investoren, die bislang auf Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank und der Bank of England gesetzt hatten, müssen ihre Positionen nun hastig umschichten. Ökonomen sprechen von einer „riesigen Kapitulation
