Lhyfe und H2APEX vertiefen Kooperation bei grünem Wasserstoff in Deutschland
Lhyfe und die H2APEX Group haben ihre Zusammenarbeit deutlich ausgeweitet: Der Grünwasserstoff-Produzent liefert dem Anlagenbetreiber künftig bis zu 100 Tonnen erneuerbaren Wasserstoff pro Jahr über zwei Jahre, um die wachsende Nachfrage in Deutschland zu

Die Kooperation zwischen dem Grünwasserstoff-Hersteller Lhyfe und der H2APEX Group wurde nun deutlich vertieft. Die neue Übereinkunft sieht vor, dass Lhyfe dem Anlagenbetreiber H2APEX während der nächsten zwei Jahre bis zu 100 Tonnen pro Jahr (t/y) an grünem Wasserstoff bereitstellt. Damit soll die steigende Nachfrage nach klimaneutral erzeugtem Wasserstoff in der Bundesrepublik gedeckt werden.
Die Allianz bringt zwei arrivierte Unternehmen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette zusammen. Lhyfe, ein an der Börse Euronext gelisteter Produzent von Grünwasserstoff, arbeitet künftig noch enger mit der H2APEX Group zusammen, die als Betreiber von Grünwasserstoff-Anlagen fungiert. Die ausgeweitete Kooperation baut auf der bisherigen Zusammenarbeit auf und verbessert die Verfügbarkeit von erneuerbarem Wasserstoff für den Verkehrssektor sowie industrielle Prozesse in ganz Deutschland.
Deutschland als führender Wasserstoffmarkt in Europa
Die Bundesrepublik zählt zu den am stärksten wachsenden Wasserstoffmärkten in Europa. Die zunehmende Nachfrage aus dem Mobilitäts- und Industriebereich sowie sich verändernde gesetzliche Auflagen für erneuerbare Treibstoffe treiben den Marktausbau voran. Dadurch entsteht ein wachsender Bedarf an verlässlichen Lieferketten für nachhaltig produzierten Wasserstoff.
Die erneuerte Vereinbarung steht exemplarisch für eine umfassendere Entwicklung im Grünwasserstoff-Segment. Da neue Produktionsstätten bei verschiedenen Projekten zu unterschiedlichen Zeitpunkten ans Netz gehen und parallel die Nachfrage kontinuierlich steigt, wird die Sicherung verfügbarer zertifizierter Grünwasserstoff-Mengen über derartige Abkommen zu einer Option, um Abnehmern eine verlässliche Versorgung zu gewährleisten.
Unternehmensvertreter äußern sich
Lhyfe-Gründer und Vorstandschef Matthieu Guesné unterstreicht die strategische Relevanz der Partnerschaft: „Die Vertiefung unserer Zusammenarbeit mit H2APEX spiegelt die wachsende Nachfrage nach RFNBO-zertifiziertem grünem Wasserstoff wider und zeigt, wie wichtig starke Allianzen entlang der Wasserstoff-Wertschöpfungskette sind.“ Gemeinsam unterstütze man die Kunden dabei, ihre Dekarbonisierungsziele schneller zu erreichen und zugleich den Aufbau eines leistungsfähigen Wasserstoff-Ökosystems voranzutreiben.
H2APEX-CEO Peter Rößner betont, dass Versorgungssicherheit und -zuverlässigkeit für sein Unternehmen oberste Priorität besitzen. Gleichzeitig steige der Bedarf an Grünwasserstoff rascher, als neue Produktionskapazitäten derzeit am Markt hochgefahren werden könnten. Kunden sähen H2APEX zunehmend als verlässlichen Partner, der umfassende Wasserstofflösungen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg bereitstellen könne.
Relevanz für den europäischen Wasserstoffsektor
Die Kooperation ist Ausdruck einer breiteren Marktentwicklung. Da Wasserstoffprojekte, Infrastruktur und Nachfrage weiter zulegen, gewinnt die Zusammenarbeit zwischen Erzeugern, Infrastrukturbetreibern und Endabnehmern zunehmend an Bedeutung. Indem sie die Herstellung von grünem Wasserstoff mit nachgelagerter Infrastruktur und kundenspezifischen Lösungen verknüpfen, beschleunigen Lhyfe und H2APEX die Marktdurchdringung von Wasserstoff in Deutschland und Gesamteuropa.
Sowohl die H2APEX Group als auch Lhyfe setzen sich dafür ein, den Wandel hin zu einem klimaneutralen Energiesystem durch skalierbaren Zugang zu erneuerbarem Wasserstoff zu fördern, während die deutschen und europäischen Märkte sich weiter ausdehnen. Für Rohstoff-Anleger ist die Entwicklung interessant, da Grünwasserstoff als Energieträger zunehmend an Bedeutung gewinnt und die Nachfrage nach Edelmetallen wie Platin für Elektrolyseure sowie nach seltenen Erden für Wasserstofftechnik mittelfristig steigern könnte.
