KoBold Metals plant Milliardenprojekt in Sambia
KI-gestützte Suche nach Kupfer mit Unterstützung von Tech-Giganten

KoBold Metals, ein von Milliardären wie Bill Gates und Jeff Bezos unterstütztes Unternehmen aus Kalifornien, plant die Entwicklung einer neuen Kupfermine in Sambia, die rund 2 Milliarden Dollar kosten könnte. Das Unternehmen, das künstliche Intelligenz einsetzt, um nach Kupfer, Kobalt, Nickel und Lithium zu suchen, zieht auch eine Börsennotierung seiner Aktien in den nächsten drei bis vier Jahren in Betracht, wie Mitbegründer und Präsident Josh Goldman in einem Interview mitteilte. Ursprünglich plante KoBold, die Mine innerhalb des nächsten Jahrzehnts zu errichten, doch aufgrund der steigenden Nachfrage nach kritischen Metallen werden diese Pläne nun beschleunigt.
Das Mingomba-Projekt in Sambia, wo KoBold eine neue Mine errichten will, weist Kupfererzgehalte von etwa 5% auf, was es qualitativ mit der Kakula-Lagerstätte von Ivanhoe Mines in der Demokratischen Republik Kongo vergleichbar macht. Die hohe Qualität der Erzkörper könnte Mingomba zur hochwertigsten Zambischen Entdeckung der letzten 100 Jahre machen. Die Entwicklung der Mine, einschließlich des Abteufens von Schächten, könnte um das Jahr 2027 beginnen, so Mfikeyi Makayi, CEO von KoBold Metals Africa.
Die Investitionssumme für die Mine in Sambia wird auf etwa 2 Milliarden Dollar geschätzt, wobei bestehende Infrastrukturen anderer Betreiber im zentralafrikanischen Kupfergürtel möglicherweise dazu beitragen könnten, die Kapitalanforderungen zu senken. Goldman betonte, dass global gesehen nicht ein Mangel an Kapital das Problem sei, sondern ein Mangel an hochwertigen Projekten. Für ein erstklassiges Projekt sei Kapital verfügbar.
Die USA verstärken ihre Bemühungen, alternative Bezugsquellen für kritische Metalle wie Kupfer, Kobalt, Lithium und Nickel zu finden, die für den Übergang zu sauberer Energie und das Wachstum bei batterieelektrischen Fahrzeugen entscheidend sind. KoBold ist auch offen für Partnerschaften in Sambia und bei anderen Projekten weltweit, wobei Goldman nicht angab, ob das Unternehmen derzeit in Verhandlungen steht. KoBold sucht gemeinsam mit BHP und Rio Tinto nach kritischen Metallen bei Projekten in Australien und Kanada.
Das Interesse von Finanzierungsparteien und verschiedensten Akteuren am Mingomba-Projekt ist groß, und das Unternehmen ist offen für Gespräche über verschiedene Arten von Partnerschaften. Diese Entwicklungen zeigen das Engagement und die Dynamik von KoBold Metals bei der Erschließung neuer Ressourcen für kritische Metalle, die für die globale Energiewende und die Zukunft der Mobilität von entscheidender Bedeutung sind.
