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Basismetalle 2024: Schwache Nachfrage dominiert

Kupfer und Aluminium trotzen dem Trend, Nickel leidet unter Überangebot

2 Min
Basismetalle 2024: Schwache Nachfrage dominiert

Im Jahr 2024 stehen die Basismetalle vor einer Herausforderung: Die Nachfrage bleibt schwach, was jeden Aufwärtsdruck durch das Angebot dämpft. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage unter Analysten, die von Reuters durchgeführt wurde. Während Kupfer und Aluminium noch mit bescheidenen Preisanstiegen von 2,8% bzw. 2,1% gegenüber dem Vorjahr rechnen können, wird für Zink, Blei und Zinn ein Preisrückgang erwartet, wenn auch in geringem Maße. Nickel sticht in diesem Szenario hervor, da es trotz seiner starken Nachfrage, insbesondere durch die Verwendung in Batterien für Elektrofahrzeuge, mit einem Überangebot an neuer Produktion aus Indonesien konfrontiert ist. Für Nickel wird ein durchschnittlicher Preisrückgang von 23% prognostiziert.

Die Analysten sind sich einig, dass ein düsteres makroökonomisches Bild die Aussichten für das Jahr prägt. Hohe Zinssätze, eine Rezession im verarbeitenden Gewerbe vieler westlicher Wirtschaftsräume und ein stockendes Wachstum in China überschatten jegliche positiven Angebotsnarrative. Bei Kupfer beispielsweise hat eine Neubewertung der Angebotslage zu einer Vorhersage eines Angebotsdefizits von 35.000 metrischen Tonnen in diesem Jahr geführt, ein deutlicher Umschwung gegenüber der zuvor erwarteten Überschussprognose.

Die Preisprognosen bleiben jedoch verhalten, mit einer erwarteten durchschnittlichen Barpreisnotierung an der Londoner Metallbörse (LME) für Kupfer von 8.714 US-Dollar pro Tonne für 2024. Die Nachfrageschwäche wird voraussichtlich im Laufe des Jahres nachlassen, mit einer steigenden mittleren Prognose vom ersten Quartal mit 8.380 US-Dollar bis zum vierten Quartal mit 9.000 US-Dollar und weiter bis zu 9.300 US-Dollar im Jahr 2025. Einige Analysten, allen voran Citi, sind für das nächste Jahr besonders optimistisch und prognostizieren einen Durchschnittspreis für Kupfer von 12.000 US-Dollar pro Tonne.

Aluminium könnte ebenfalls im Jahr 2025 von einem begrenzten Kapazitätswachstum und periodischen Stromunterbrechungen in Chinas primärem Produktionssektor profitieren. Zink und Blei gelten in diesem Jahr als gut versorgt, mit signifikanten erwarteten Angebotsüberschüssen. Zinn hingegen dürfte ein marginales Angebotsdefizit von 1.000 Tonnen verzeichnen, allerdings mit begrenzten Auswirkungen auf den Preis.

Nickel steht vor besonderen Herausforderungen. Die erwartete Überproduktion in Indonesien, das Bestreben, ein globales Zentrum für Batteriemetalle zu werden, und ein Überangebot, das die Nachfrage um 240.500 Tonnen in diesem Jahr übersteigen dürfte, trüben die Preisprognosen erheblich. Die Preisfindung für Nickel wird zunehmend zu einer Berechnung entlang der Kostenkurve, wobei die Frage im Raum steht, wie weit der Preis fallen muss, um eine ausreichende Angebotsreduzierung zur Marktstabilisierung zu erzwingen.

Trotz der allgemeinen Vorsicht der Analysten im letzten Jahr, die sich als weitgehend begründet erwies, bleibt die Stimmung für Nickel besonders gedämpft. Die Prognosen zeigen, dass Optimismus in Bezug auf den Nickelmarkt derzeit rar ist, was die Herausforderungen unterstreicht, vor denen die Basismetallmärkte im Jahr 2024 stehen.

Metallbörse

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