Japan führt Energiewende-Investitionen 2025 mit 43% Zuwachs an
Japans Ausgaben für die Energiewende stiegen stärker als in jeder anderen führenden Volkswirtschaft weltweit.

Japan hat im Jahr 2025 seine Investitionen in die Energiewende um 43% gegenüber dem Vorjahr gesteigert. Das geht aus einer aktuellen Analyse der US-Investmentbank Jefferies hervor. Damit verzeichnet Japan den größten prozentualen Zuwachs unter allen führenden Volkswirtschaften.
Die Gesamtinvestitionen beliefen sich auf rund 40 Milliarden US-Dollar. Im internationalen Vergleich liegt Japan damit zwar deutlich hinter China (800 Mrd. USD), den USA (380 Mrd. USD) und der EU-27 (455 Mrd. USD) – das Wachstumstempo übertrifft jedoch alle drei. Die Europäische Union erzielte ein Plus von 18%, Indien 15% und die USA lediglich 3%. China verzeichnete sogar einen Rückgang von 4%.
Saubere Industrien und Kernkraft als Wachstumstreiber
Den größten absoluten Beitrag zum japanischen Wachstum leisteten Investitionen in saubere Industrien, die ausgehend von einer nahezu vernachlässigbaren Basis um 7,5 Milliarden US-Dollar zulegten. Der Bereich der erneuerbaren Energien wuchs um rund 45% auf 10,5 Milliarden US-Dollar und bleibt damit die größte Einzelkategorie gemessen an den absoluten Ausgaben.
Besonders auffällig ist der Anstieg bei der Kernkraft: Die Investitionen kletterten um 1,4 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 266% entspricht. Japan setzt nach dem schrittweisen Wiederhochfahren seiner Atomkraftwerke verstärkt auf Kernenergie als Teil seiner Energiestrategie. Elektrifizierte Wärme legte um 12% zu, Energiespeicher verzeichneten ein Plus von 37%.
Rückgänge bei Stromnetzen und Elektromobilität
Nicht alle Bereiche entwickelten sich positiv. Die Investitionen in Stromnetze sanken um 1,8 Milliarden US-Dollar bzw. 18% gegenüber dem Vorjahr. Auch die Ausgaben für elektrifizierten Verkehr – also vor allem Elektromobilität – gingen um 0,8 Milliarden US-Dollar oder 17% zurück.
Der starke Anstieg im Jahr 2025 ist auch vor dem Hintergrund der Vorjahresentwicklung zu bewerten: 2024 hatte Japan eine weitgehend stagnierende Investitionsentwicklung im Bereich der Energiewende verzeichnet. Der aktuelle Sprung signalisiert eine deutliche Beschleunigung der japanischen Klimaschutzambitionen.
