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Indien bleibt Nettoimporteur von Stahl

Hohe Importe aus China drücken Preise und sorgen für Bedenken bei Stahlherstellern

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Indien bleibt Nettoimporteur von Stahl

Indien blieb in den ersten vier Monaten des laufenden Finanzjahres, das im April begann, ein Nettoimporteur von Stahl, wobei China der größte Lieferant des Metalls war. Dies geht aus vorläufigen Regierungsdaten hervor, die von Reuters eingesehen wurden. Zwischen April und Juli importierte Indien insgesamt 2,69 Millionen Tonnen Stahl, während es 1,57 Millionen Tonnen exportierte. Damit setzte sich der Trend aus dem vorherigen Finanzjahr fort, in dem Indien, der weltweit zweitgrößte Produzent von Rohstahl, ebenfalls mehr Stahl importierte als exportierte.

China war der größte Stahlexporteur nach Indien in diesem Zeitraum und lieferte etwa 807.000 Tonnen an seinen Nachbarn. An zweiter Stelle folgte Japan, dicht gefolgt von Südkorea. Diese Entwicklung bereitet den führenden indischen Stahlherstellern, wie JSW Steel und Tata Steel, erhebliche Sorgen. Beide Unternehmen haben steigende Importe nach Indien als großes Problem bezeichnet. In diesem Zusammenhang hat die indische Regierung eine Anti-Dumping-Untersuchung zu bestimmten aus Vietnam importierten Stahlprodukten eingeleitet.

Die Stahlpreise in Indien haben den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahren erreicht, was auf die hohen Importe und die gedämpften Exporte zurückzuführen ist. Diese Informationen stammen von der Rohstoffberatungsfirma BigMint. Von April bis Juli betrug die Rohstahlproduktion in Indien 48,8 Millionen Tonnen, während die Produktion von Fertigstahl 47 Millionen Tonnen erreichte. Dies verdeutlicht die Diskrepanz zwischen der hohen inländischen Produktion und dem dennoch steigenden Importbedarf des Landes.

Italien war im betrachteten Zeitraum der größte Abnehmer von indischem Stahl, gefolgt von Belgien und dem Vereinigten Königreich. Diese Exporte zeigen, dass trotz der Zunahme von Stahlimporten, insbesondere aus China, weiterhin eine beträchtliche Menge indischen Stahls auf dem europäischen Markt nachgefragt wird. Insgesamt verdeutlichen die vorliegenden Daten, dass Indien trotz seiner starken Produktionskapazitäten im Stahlsektor weiterhin von ausländischen Importen, insbesondere aus China, abhängig ist. Die Regierung und die Industrie stehen vor der Herausforderung, Maßnahmen zu ergreifen, um das Gleichgewicht zwischen inländischer Produktion und Importen zu wahren und gleichzeitig die Preise stabil zu halten.

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